Zweigleisiger Ausbau

Derzeit fährt die Straßenbahnlinie 1 in einem 10-Minuten-Intervall. Ein Grund dafür ist, dass in der Hilmteichstraße auf einer Länge von 900 Metern nur ein Gleis zur Verfügung steht. Durch die Errichtung des zweiten Gleises zwischen Auersperggasse und Haltestelle Mariagrün werden die Trams künftig bis zu allen 6 Minuten in den Frühspitzen fahren können und im besten Fall pro Stunde 1.500 Fahrgäste pro Richtung an ihr Ziel bringen.

Im Zuge der Gleisbauarbeiten werden in der Hilmteichstraße auch der Geh- und Radweg ausgebaut und der Grünraum neu gestaltet.

Durch die Errichtung des zweiten Gleises können die Trams
künftig bis zu allen 6 Minuten fahren.
Durch die Errichtung des zweiten Gleises können die Trams künftig bis zu allen 6 Minuten fahren. © Stadt Graz/freiland_umweltconsulting

Auswirkungen auf den Verkehr

Die Hilmteichstraße wird während der Bauzeit als Einbahn von Süden nach Norden geführt. Die Nord-Süd-Verbindung erfolgt über die Heinrichstraße bzw. Hilmgasse. 

Seit 3. November 2025 gibt es daher Ersatzverkehr für die Linien 1, E1, 58, 81 und N1: Die Linie E1 fährt die Haltestelle Mariagrün nur in Richtung Mariatrost bzw. die Linie 58 nur in Richtung Hauptbahnhof an. Auch die Linien 81 und N1 halten an dieser Haltestelle. Die Haltestelle Schönbrunngasse in Richtung Hilmteich wurde aufgelassen. Die Ersatzhaltestellen befinden sich in der Hilmgasse.

Speicherkanal Mariatrost

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Linie 1 erhält Mariatrost auch einen neuen unterirdischen Speicherkanal mit einer Länge von rund 630 Laufmetern und einem Durchmesser von rund 2 Metern. Zum Einsatz kommt dabei Bohrer „Christina“, der den Speicherkanal wie bei einem Tunnel in einer Tiefe von fünf bis zehn Metern mittels dem „Micotunneling-Verfahren“ bohrt. Die Arbeiten dauern bis Sommer 2026.

Bohrer „Christina“, der den Speicherkanal mittels dem „Micotunneling-Verfahren“ in bis zu zehn Metern Tiefe bohrt.
Bohrer „Christina“, der den Speicherkanal mittels dem „Micotunneling-Verfahren“ in bis zu zehn Metern Tiefe bohrt. © Holding Graz/Schrotter

Im Mariatrostertal führen Mischwasserkanäle sowohl Schmutz- als auch Regenwasser ab. Bei starkem Regen kann es zu Überläufen kommen, wodurch der Mariatrosterbach verunreinigt wird. Der neue Speicherkanal fängt diese Wassermengen auf und leitet sie zur Kläranlage weiter – ein wichtiger Schritt für saubere Bäche, Umweltschutz und nachhaltige Infrastruktur.

Die Arbeiten starteten im November 2025, im März 2028 wird die neue, zweigleisige Straßenbahnstrecke in Betrieb gehen.

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