Federica Brignone hat ihren Sieg im Super-G von Bad Kleinkirchheim ihrer erkrankten Teamkollegin Elena Fanchini gewidmet. Die italienische Abfahrts-Vizeweltmeisterin (32) von 2005 hat die Olympia-Saison wegen eines gutartigen Tumors abbrechen müssen.

Die älteste der drei Fanchini-Geschwister verpasst damit im Februar auch die Winterspiele in Pyeongchang. "Sie ist immer bei uns. Ich hoffe, dass dieses Ergebnis Elena hilft, wieder auf die Beine zu kommen", sagte Brignone.

Die Fanchini-Schwestern sind weiter nicht vom Glück verfolgt. Vor fast genau einem Jahr stürzte Nadia Fanchini in Zauchensee schwer und brach sich den Oberarm und Wirbelfortsätze. Obwohl die 31-Jährige im Sommer neuerlich operiert werden musste, ist sie diesen Winter wieder im Weltcup dabei.

Das war bis diesen Samstag auch Edit Miklos. Die Ungarin hatte sich am 15. Jänner 2017 ebenfalls im Trainingslauf für die Abfahrt in Zauchensee bei einem Sturz schwerste Knieverletzungen zugezogen. Nach erfolgreicher Operation bei Dr. Christian Schenk in Österreich stand die 29-Jährige aber überraschend schnell wieder auf Ski.

Im Super-G von Bad Kleinkirchheim dürfte am Samstag im Schlusshang ein Knie der Rennläuferin wieder etwas abbekommen haben. Die vom Schweizer Stefan Abplanalp gecoachte Miklos stürzte danach ins Ziel und wurde mit Verdacht auf eine schwere Verletzung im rechten Knie ins Krankenhaus Villach gebracht. Anschließend geht es für Miklos wieder nach Schruns zu Dr. Schenk.

Miklos' Ziel war, mit einer ungarischen Alpinski-Medaille bei Olympia Sportgeschichte zu schreiben. "Dass es sie wieder so schnell zurück gekommen ist, war hauptsächlich Resultat von harter Arbeit", sagte Abplanalp zur APA.