Embacher kam mit einem Satz über 127,5 m solide durch die böigen Turbulenzen. "Es ist schon eine ziemliche Windpartie. Man kann es besser oder schlechter erwischen. Ich glaube, man kann sich nichts vorwerfen", sagte der Tiroler im ORF-TV. Manuel Fettner (127 m) wurde als zweitbester ÖSV-Adler 13., Stefan Kraft (119,5 m) landete unmittelbar vor dem Vortages-Zweiten Maximilian Ortner (126) auf Rang 19. Jonas Schuster (123,5/35.), Tschofenig (117,5/37.) und Lukas Haagen (116/43.) gingen leer aus.

Für ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl war die Absage des zweiten Durchgangs "dringend notwendig". Es sei schon der erste nicht in Ordnung gewesen. "Da muss ich auch mal die FIS kritisieren, weil sie mit aller Gewalt einen Durchgang durchdrücken wollte, damit das Ergebnis dasteht und eigentlich auf die Sicherheit der Athleten ein bissl geschissen wird. Es war teilweise wirklich gefährlich. Das müssen wir so hinnehmen, aber cool war es nicht", fand der 49-Jährige deutliche Worte.

Für den Japaner Naito war es indes der erste Weltcupsieg. Der 33-Jährige war im Weltcup zuvor noch nie am Podest gestanden. Der slowenische Weltcup-Dominator Domen Prevc wurde nach Rang 42 am Samstag diesmal mit einem Sicherheitssprung (127,5 m) Neunter, der Weltcup-Gesamtzweite Kobayashi landete mit verblasenen 116 m auf Rang 32.

Gesamt-Weltcupsiegerin Nika Prevc wiederholte an ihrem 21. Geburtstag ihren Samstag-Sieg nicht: Diesen holte etwas überraschend Yuki Ito, ebenfalls eine Japanerin, nur 0,5 Zähler vor ihrer Landsfrau Nozomi Maruyama. Letztere verpatzte im zweiten Durchgang die Landung, was ihr den Sieg kostete. Dritte wurde wieder die Norwegerin Anna Odine Ström, die einer neuerlich schwachen Lisa Eder im Kampf um den dritten Gesamtrang wieder Punkte abnahm.

"Ich weiß auch nicht, was los ist", rätselte die nach dem ersten Durchgang noch achtplatzierte Eder nach Rang 20 unmittelbar hinter Julia Mühlbacher. Zum Abschluss der Weltcup-Saison stehen nun die Skiflug-Bewerbe in Vikersund und Planica auf dem Programm.