Schräge Begegnung in AlpbachWie unlustig der Minister auf kreative Bäuerinnen reagierte

Songs aufmüpfiger Bäuerinnen und Kühe, die Gerhard Haderer gestaltet hatte, amüsierten Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) in Alpbach wenig: Erstere ignorierte er, zweitere ließ er entfernen.

LANDESHAUPTLEUTEKONFERENZ: EMPFANG: RUPRECHTER
Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter: "Bei ihm sind wir auf taube Ohren gestoßen" © APA/EXPA/JOHANN GRODER
 

Bei der Internationalen Konferenz „Frauen in Bergregionen“ im April 2017 in Alpbach/Tirol sorgten die ÖBV-Bäuerinnen mit ihren künstlerischen Interventionen für einiges Aufsehen. Bundesminister Rupprechter war weder über die Frauen aus dem Mühlviertel, die ihre Anliegen in fetziger Aufmachung und mittels selbstgetexteter Lieder vortrugen, noch über die von Gerhard Haderer gestalteten Kühe besonders erfreut, wie die Bäuerinnen nun in einer Aussendung mitteilen. Zwischenzeitlich waren die Kühe, die auf privatem Grund standen, auf eine Intervention hin sogar entfernt worden.

Ein heute veröffentlichtes Video zeigt auf amüsante Weise, wie Minister Rupprechter mit den aufmüpfigen Bergbäuerinnen und ihren Aktionen umgeht.

 

Die Frauen der 1974 gegründeten überparteilichen "Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_Innen-Vereinigung" hatten bei einer internationalen Tagung in Alpbach lautstark und durchaus kreativ ihre Anliegen vorgetragen: Mit Bäuerinnenchor, der selbst getextete Lieder vortrug und lebensgroßen Kühen, die Künstler Gerhard Haderer gestaltet hatte und die auf einer  benachbarten (privaten) Wiese aufgestellt wurden.

Das Video dokumentiert, wie Rupprechter den Chor ignoriert ("die singen nicht so schön"), die Kühe entfernen lässt und einen offenen Brief am Tresen der Bar vergisst.

„Mit dem Video wollen wir zeigen, dass es um die Kritikfähigkeit unserer Bauernvertreter leider nicht besonders gut bestellt ist. Uns liegt die Landwirtschaft am Herzen, und die schwierige Situation vieler Bauern und Bäuerinnen macht uns betroffen. Wir haben unsere Anliegen und Vorschläge für ein 'Gutes Leben für alle' künstlerisch verpackt – bei Minister Rupprechter sind wir aber zumindest diesmal auf taube Ohren gestoßen. Für die Zukunft würden wir uns einen anderen Umgang mit konstruktiver Kritik wünschen“, so die Frauen des Frauenarbeitskreises der ÖBV.

Kommentare (25)

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oopsy
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Kontoauszüge

Die eigenen Kontoauszüge zu lesen kann schon sehr arbeitsintensiv sein. Das darf nicht durch etwaige engagierte Frauen gestört werden.

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sandnerj
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Präpotent, aber wenigstens ehrlich

Alles andere hätte man einem Parteisoldaten, der am Gängelband der Konzerne hängt, auch nicht geglaubt. Die Macht des Geldes wird auch unter dem neuen Parteichef erhalten bleiben.

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hermannsteinacher
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Ob Kern, Kurz, Strache ...

hoffentlich kommen die endlich drauf, dass es ein großer Unsinn ist, einen Landwirtschaftsminister auch mit der Kompetenz für den Umweltschutz zu kombinieren.

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office1
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Wasserkraft

Der Minister ist für die Ausbeutung auch der allerkleinsten Bäche, er schert sich nicht um die Umwelt, obwohl bereits über 80 % aller Flüsse und Bäche verbaut und ruiniert sind und sich Österreich NIE alleine von der Wasserkraft versorgen wird können, aber zuerst alle Bäche hinmachen in den schönsten Bergregionen, siehe Tiroler Sanna, siehe in der Obersteiermark. Und der nennt sich Umwelt-Minister. Da lachen ja die Kühe.

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ernst.aringer
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Humorloser Minister mit beginnender Vergesslichkeit

Die Brille wär im Brusttascherl gewesen
und schon hätt´s geklappt mit dem Lesen.
Die Töne der Bärinnen haben auch gestimmt
Es ist nur Ihr Gehör, die die Untertöne nicht vernimmt.
Warum so abgehoben und überrascht?
Haben sie nicht die eigenen Leute verarscht?
Da singen nun couragierte Bäurinnen ihnen die Wahrheit vor
und sie beschweren sich über den Chor.
Passen sie auf und hören sie auf den Zwischenton,
ihre Nachfolgerin wartet schon.

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paulrandig
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ernst.aringer

Gut gemachter Punkt. Noch ein bisserl am Versmaß feilen, dann wird's ein tauglicher Liedtext für die nächste Aktion.

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alsoalso
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Kurz .....

....braucht sein Durchgriffsrecht zu Beispiel um diesen scheinheiligen Typen los zu werden !

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fuereinebesserewelt
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oh mein gott.

das ist ja schon beim zuschauen peinlich.
ich verstehe den minister, der das auch noch selbst erleben musste. wobei: den teil mit er bundeshymne finde ich gelungen, den rest peinlicher als petzner je war.

die welt ist nicht die eigene bauernhofblase allein. bei aller liebe.

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Legu
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Wenn...

Sie für eine bessere Welt wären, dann würden Sie 1.) dem aufgeblasenen Ruprechter nicht die " Stangn halten ", der sagte, man muß nichts an Zusätzen in der Nahrung regeln- das würden die Konzerne schon tun ( Spar, Rewe, Lidl, Hofer und Co.)So an Schmarrn verzapft der Lackl. Und den Bürgermeister muß er anrufen, damit die Küh wegkommen von einem Privatgrund- ja sind wir den in Nordkorea daheim ? eine Sauerei ist das alles zusammen- der soll sich schämen und verzwitschern, zurück nach Tirol !!!
2.) den peinlichen Petzner nicht mit den Bäurinnen vergleichen, die in ihrem Leben schon mehr gearbeitet und geleistet haben als irgendein Politiker aus irgendeinem "KammerUNwesen " !!!
Und 3.) Sie finde ich peinlich und Ihren Kommentar äußerst entbehrlich...

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Centaurea
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Der Minister hat auf Twitter Peter Pilz auch 'begrüßt' mit: Du Fossil

Der hat einfach keine Manieren.

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DavidgegenGoliath
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Ich bin sprachlos!

Solche Menschen wie sie, haben in einer Regierung nichts verloren!

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AnBos
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Politische Intervention ..

ist ein Mittel, dass von Links und seit neuestem von Rechts gerne verwendet wird und dabei "muss" der von der Intervention Betroffene mitspielen .... Auf alle Fälle haben die Damen ihr Ziel, nämlich mediale Aufmerksamkeit für ihre Ziele zu bekommen erreicht .. wobei sich schon die Frage stellt, ob sich ein politischer Verantwortungsträger egal welchen Couleurs, bei solchen politischen Interventionen mitspielen muss.

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viajero
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Aufmüpfige Landwirtinnen....

und Kleinbauern/innen haben keinen Platz im Weltbild vom Herrn Minister Ayatollah Rupprechter

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voit60
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der Mann mit Herz

mehr kann man zu dem Tiroler nicht sagen.

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hermannsteinacher
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Ja,

und beim Heiligen Herzen Jesu Christi!

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Reipsi
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Der Scheinheilige Minister

will keine Kritiker und schon garnicht Frauen. Er hat viele Nachteile : Er ist Tiroler ( glauben sie sind bessere Menschen ) er ist noch vom Uraltschlag , Männer zuerst , dann lange nichts und dann erst die Frauen, Kritik darf nicht sein , ich weiß alles. besser , und er ist nichts besser wie die Moslems , bist du nicht bei der RKK bist du nix und so weiter und so fort, aber wir sind jo der Beste und soo heilig und die sind wie die Erfahrung zeigt die Ärgsten.

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cindymax1
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Flurbereinigung

gibt es nach der Wahl. Dann hat er hoffentlich wieder mehr Zeit, um zuhause zu beten.

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paulrandig
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Reipsi

Was zum Kuckuck hat das mit Moslems zu tun? (Übrigens heißt es "besser als", nicht "besser wie".)

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schadstoffarm
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Wer hat die Frauen dort ausgewildert ?

Der Bevölkerungsdruck. Kommts ins Tal zurück, der Rupprechter kann Marktmechanismen nicht per Dekret abschaffen auch wenn er wollte. Dafür braucht es einen realDonaldTrump.

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Mein Graz
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ja herr minister,

SO macht man sich freundInnen.
und so zeigt man seine ignoranz.
pfui.

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Hr. Kules
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Koa Hiatamadl


Esgrausaugatenschiaschaurignschachtlzotigenhoiwangeden
weiwer, huldioeoedei

(HvG)

PS: Jeder darf sich auf die Freiheit der Kunst berufen

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paulrandig
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Hr. Kules

Aber nicht jeder Künstler darf erwarten, dass seine Kunst verstanden wird. Derzeitiges Verhältnis: 1:4

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Acquario
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So wahr im Gott helfe....hat er bei seiner Angelobung gesagt...

Gott sei Dank bin ich Atheist.... :-)

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hermannsteinacher
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und

das Heilige Herz Jesu Christi
hat er dabei auch noch überstrapaziert.

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der wurm
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ups....

... den wird er wohl tauschen, der kurz.
=)
mal sehn wie lange das dauert.....
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