63. Song ContestORF entscheidet intern über den Vertreter Österreichs in Lissabon

Die ESC-Termine in Lissabon stehen fest: Am 8., 10. und 12. Mai 2018 blicken rund 200 Millionen Zuschauer in die Hauptstadt Portugals. In der für die Weltausstellung errichteten MEO-Arena geht der Wettbewerb über die Bühne. Eberhard Forcher von Ö 3 scoutet und castet wie schon 2016 und 2017 für den ORF.

Lissabon, Gastgeberstadt 2018 © KK
 

Im Gegensatz zur Ukraine scheint alles pünktlich und geschmiert zu laufen: "Wir sind sehr zufrieden damit, dass RTP (Abkürzung für die portugiesische Rundfunkanstalt Radio e Televisao de Portugalden) den ESC 2018 in Lissabon austragen wird. Die Stadt hat eine beispielhafte Bewerbung abgegeben und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, um Portugals ersten Eurovision Song Contest auch zum aufregendsten bisher zu machen", erklärt ESC-Supervisor Jon Ola Sand, der seit 2011 bei der EBU für das größte Wettsingen Europas verantwortlich ist.

Was steht bereits fest? Die beiden Halbfinali gehen am 8. und 10. Mai, das große Finale am 12. Mai über die Bühne - und zwar in der Halle "Meo Arena" am Tejo-Fluss im Stadtviertel Parque das Nacoes. Sie ist die mit Abstand größte Veranstaltungshalle des gesamten Landes. Rund 12.500 Zuschauer sollen dort Platz finden. Der Mehrzweckbau und das umliegende Areal sind für die Weltaustellung 1998 (mit guter Verkehrsanbindung) entstanden.
Portugal, das seit 1964 am Wettbewerb (mit Unterbrechungen) teilnimmt, darf zum ersten Mal den ESC austragen, weil Salvador Sobral mit der Ballade "Amar pelos dois" im Mai in Kiew als Sieger hervorging. „Die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2018 ist eine große Chance für Portugal, für Lissabon, unsere Unterhaltungsindustrie und auch für RTP. Wir freuen uns, dieses Festival auszurichten und alle unsere kreativen Fähigkeiten präsentieren zu können“, erklärte der Generaldirektor der TV-Station.



Für ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner steht jedenfalls fest, Künstler und Song für 2018 intern festzulegen. Wie eben schon Nathan Trent, der von "Running On Air" nach der italienischen Version "Fino A Che Volerò" kürzlich die spanische Version "Aire" veröffentlicht hat. Am 13. Mai hatte der gebürtige Innsbrucker Platz 16 erreicht. Einmal mehr hat Zechner Ö3-Urgestein Eberhard Forcher beauftragt, seine Fühler auszustrecken und eine Handvoll Interpreten zu nominieren. "Wir waren seit 2014 in jedem ESC-Finale mit dabei - auch wenn uns das heuer einige nicht zugetraut hätten. Österreich ist auf der Song-Contest-Landkarte kein weißer Fleck mehr. Ein elfter Platz bei den internationalen Jurys, einmal sogar die Höchstwertung und insgesamt Rang 16 sind für mich ein
Erfolg und zeigen, dass wir am absolut richtigen Weg sind", hatte ORF-Unterhaltungschef noch in Kiew erklärt.
Foto © EBU

Für Deutschland will übrigens der 79-jährige Tony Marshall in Lissabon antreten. "In den vergangenen Jahren haben wir uns nur blamiert", zitiert
"Bild" den Schlagerbarden ("Schöne Maid"). Bisher legte die ARD noch kein detailliertes Konzept für den deutschen ESC-Vorentscheid 2018 vor. In Sachen ESC ist die ARD ein Musterexemplar für Fehlentscheidungen, denke man an das Lied für die sonst so erfolgreich gewesenen No Angels, an das Debakel 2015 (Andreas Kümmert/Ann Sophie) oder an Jamie-Lee. Marshall betont jedenfalls: "Ich stehe bereit."

Nach den Erfahrungen mit der Ukraine und Russland wurde übrigens dem ESC-Reglement ein neuer Abschnitt hinzugefügt, wo es nun heißt: "Der ESC ist eine unpolitische Veranstaltung. Alle teilnehmenden Rundfunkanstalten einschließlich der ausrichtenden Rundfunkanstalt haben dafür Sorge zu tragen, dass innerhalb ihrer jeweiligen Delegationen und Teams alle erforderlichen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der ESC in keinem Fall politisiert und/oder instrumentalisiert wird."
 

"Jeder Künstler, der beim Song Contest einmal mitmachen darf, ist ein Glückspilz", sagt Nathan Trent Foto © APA/SUPINSKY

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Danke für Ihr Verständnis.

markus144
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Lesenswert?

....

Dass wir aber im Finale vom Publikum 0 Punkte bekommen haben wird dezent verschwiegen. Der ORF hatte einen Glücksgriff mit der Wurst und sonst in Sachen ESC nur Mist gebaut.

Antworten

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