Klagenfurt

Frequenz in der Innenstadt geht weiter zurück

Messungen zeigen Minus von bis zu 15 Prozent. Kaufleute präsentieren neues Programm. Das Nein zu K&Ö bleibt.

Einkaufssamstag Shopping City Arkaden und Innenstadt Klagenfurt November 2016
Einzig in der Wiener Gasse bleibt die Frequenz konstant © Traussnig
 

Im Herbst des vergangenen Jahres wurde von der Wirtschaftskammer eine Frequenzzählung in der Klagenfurter Innenstadt durchgeführt. Die Zahlen decken Handlungsbedarf auf. Die Frequenz auf Alten Platz, Neuen Platz und in der Bahnhofstraße ist um bis zu 15 Prozent zurückgegangen. Einzig in der Wiener Gasse bleiben die Zahlen konstant. „Die wirtschaftliche Lage in Kärnten ist generell nicht gut. Der stationäre Handel ist im Schrumpfen und wir verlieren viel an den Onlinehandel“, bilanziert Max Habenicht. Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer.

Um das Ruder herumzureißen, hat die IG Innenstadt für heuer ein neues Programm auf die Beine gestellt. Aushängeschild ist das Projekt „Von Kopf bis Fuß ein neuer Typ“. Ein eigenes Styling-Team der Kaufleute will „das Erscheinungsbild der Kandidaten aufpolieren und Tipps für einen neuen Look geben“. Vorher-Nacher-Fotos inklusive. Ausgedient haben für heuer die bunten Regenschirme. Diese werden durch 300 Papageien ersetzt. „Die Stadt wird zum Dschungel werden“, sagt IG-Obfrau Cornelia Hübner. Angekurbelt sollen auch die Besucherzahlen für den Samstagvormittag werden. „Wir laden dazu Blaskapellen ein, die lautstark signalisieren, dass in der Stadt etwas los ist“, sagt Hübner. Weiter Punkte im Programm für das erste Halbjahr sind unter anderem ein Streetfoodweekend, ein Kunstwettbewerb, ein Kinderfest und eine große Osteraktion.

Die Kaufleute sprechen sich wie Stadtrat Markus Geiger (ÖVP) weiter gegen eine Ansiedelung von Kastner & Öhler in der Waaggasse aus. „Neue Geschäftsflächen hätten eine Sogwirkung. In anderen Teilen der Stadt wäre nichts mehr möglich“, sagt Geiger. Das von dem Unternehmen vorgelegte Verkehrskonzept widerspreche jeder Logik und sei höchstens auf dem Papier umsetzbar. Ein Hotel wäre laut Habenicht, Hübner und Geiger das geeignete Objekt für diesen Standort.

Kommentare (2)

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caldara
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Habenicht, Hübner, Geiger


die 3 Musketiere des Innenstadtsterbens.

Die hätten auch die City-Arcaden gerne am Stadtrand, damit sie endlich Ruhe von den kaufwütigen Kunden haben.

Gebt ihnen allen eine ÖVP-Rente, damit sie endlich abtreten!

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georgXV
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Klagenfurter Rathaus

die "3 Musketiere" und sehr, sehr viel andere Kaufleute und Politiker haben LEIDER noch immer NICHT mitbekommen, daß sich das Kaufverhalten der Bürger in den letzten Jahren dramatisch verändert hat !!!
Die meisten Bürger wollen / suchen heute Shopping Center mit Gratis und / oder relativ günstigen Parkplätzen oder aber kaufen über das Internet !!!
Warum übersiedelt Herr Habenicht und andere NICHT auch in die City-Arkaden oder in deren Nähe bzw. verkaufen ihre Waren NICHT über das Internet ???

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