Nach dem Brand in einem Nachtclub in der Nikolaigasse ermittelt nun die Polizei, wie Villachs Stadtpolizeikommandant Erich Londer bestätigt. Es werden alle möglichen Brandursachen überprüft. Hinweise auf eine Brandstiftung gebe es derzeit (noch) nicht.

Der Einsatz in der Nacht auf Dienstag war für Polizei und Feuerwehr nicht alltäglich. Ein junger Mann weigerte sich nämlich das brennende Haus zu verlassen. "Die Kollegen mussten ihn mit Gewalt hinausbringen", sagt Londer. Warum der Villacher das Gebäude nicht verlassen wollte, wird derzeit überprüft.

Anrufer meldeten Feuerschein

Begonnen hat der Einsatz am Montag kurz vor 23 Uhr: Mehrere Anrufer meldeten über den Notruf 122 einen Feuerschein in einem Haus in der Nikolaigasse, so die Hauptfeuerwache Villach in einer Aussendung.

"Nachdem seitens der Einsatzzentrale Alarmstufe 2 für die Hauptfeuerwache Villach ausgelöst wurde, rückten in kurzen Abständen unser Löschzug und die ebenso alarmierte Feuerwehr Vassach zum nahen Einsatzort aus", heißt es von der Villacher Feuerwehr.

© Hauptfeuerwache Villach

Als die Einsatzkräfte eintrafen, wurden zusätzlich Atemschutzträger der Feuerwehren Landskron und St. Magdalen nachalarmiert und zeitgleich ein kombinierter Innen- und Außenangriff unter schwerem Atemschutz  vorgenommen, berichtet Einsatzleiter Alexander Scharf. Nach rund einer Stunde zeigte der umfassende Löschangriff Wirkung und der Brand konnte unter Kontrolle gebracht werden.

In mühevoller Kleinarbeit mussten in weiterer Folge zahlreiche Glutnester in Zwischendecken und Hohlräumen bekämpft und ausgeräumt werden. Die Löscharbeiten mussten zur Gänze mit schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Dazu wurde ein eigener Atemschutz Sammelplatz errichtet.

Nach rund drei Stunden konnten die Einsatzkräfte abrücken. Die Ursache wird durch die Kriminalpolizei ermittelt. Derzeit ist das Objekt, ein Nachtclub, durch die Polizei gesperrt. 

© Hauptfeuerwache Villach

Im Einsatz standen die Feuerwehren Vassach , Landskron, St. Magdalen mit vier Fahrzeugen sowie die Hauptfeuerwache Villach mit elf Fahrzeugen und mehrere Funkwägen der Polizei Villach, sowie ein Team des Roten Kreuzes, welches zur Sicherung der Einsatzarbeiten bereit stand.