Die Geldstrafe ist die höchste, die jemals von der Premier League verhängt wurde. Die bisherige Rekordstrafe (5,5 Mio. Pfund) wurde 2007 gegen West Ham United verhängt. Laut Liga-Angaben betreffen die Verstöße den Zeitraum von 2011 bis 2018, als Chelsea noch dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch gehörte. Demnach wurden in dieser Zeit Zahlungen von Dritten - die mit dem Club in Verbindung standen - an Spieler, nicht registrierte Berater und weitere Dritte geleistet, ohne dass diese offengelegt wurden. "Die Zahlungen erfolgten zugunsten des Chelsea FC und hätten so behandelt werden müssen, als seien sie vom Verein getätigt worden", erklärte die Premier League.
Die Verstöße wurden laut Liga von den derzeitigen Eigentümern Chelseas - ein Konsortium um den US-Geschäftsmann Todd Boehly - gemeldet. Das und die Kooperation wurden als strafmildernd gewertet. Die Londoner entgingen einem Punktabzug, weil die Premier League zu dem Schluss gekommen war, dass "der Verein in keinem Fall während der relevanten Zeiträume gegen die Regeln der Liga zur Rentabilität und Nachhaltigkeit (Profitability and Sustainability Rules) verstoßen hätte". Abramowitsch hatte die "Blues" 2022 an das Konsortium verkauft.