Die Opposition im Iran sei stark zersplittert und organisatorisch schwach, so Iran-Experte Robert Steele der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Gespräch mit APA am Montag. "Es gibt nichts, was man als strukturierte Oppositionsbewegung bezeichnen könnte", sagt er. Proteste im Land seien bisher meist spontan und ohne zentrale Koordination entstanden; potenzielle Führungspersönlichkeiten würden rasch verhaftet oder mundtot gemacht. Eine organisierte Alternative habe sich daher bisher nicht etablieren können. Einzig der in den USA lebende Reza Pahlavi verfüge über größere Bekanntheit.
Teheran/Wien
Experte: Pahlavi Symbolfigur, keine geeinte Opposition
Der Iran steht nach den jüngsten Angriffen vor einer ungewissen Zukunft. Laut dem Iran-Experten Robert Steele ist die Opposition im Land zersplittert und führungslos. Während Shah-Sohn Reza Pahlavi derzeit an Sichtbarkeit gewinne, sehen viele Iraner und Iranerinnen in ihm nicht zwingend eine Rückkehr zur Monarchie. Stattdessen verkörpere er eher eine symbolische Alternative zum bestehenden System. Gleichzeitig bleibe unklar, welches Ziel die USA mit ihrem Vorgehen verfolgen.
© APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA