Für Kataloniens nach Belgien geflüchteten Separatistenchef Carles Puigdemont rückt die Stunde der Wahrheit näher: Spaniens Verfassungsgericht schob seinem Plan, sich vom selbstgewählten Exil in Brüssel aus per Videokonferenz zum neuen Ministerpräsidenten Kataloniens wählen zu lassen, einen Riegel vor. Puigdemonts Wahl sei nur möglich, wenn er nach Barcelona komme und in der für Dienstag anberaumten Sitzung vor dem katalanischen Parlament persönlich erscheine, urteilten einhellig die elf Richter. Nun muss sich Puigdemont entscheiden: Kehrt er zurück – und riskiert so seine Festnahme? Oder verzichtet er auf eine Kandidatur?
Katalonien-Konflikt
Puigdemont in der Klemme
Der katalanische Regionalpräsidentschaftskandidat Carles Puigdemont will an der heutigen Parlamentsdebatte in Barcelona teilnehmen. Ihm droht in Spanien die Festnahme.
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