Vorfall verheimlichtSiebenjähriger Bub sticht auf seine Lehrerin ein

Polizei gab Zwischenfall an deutscher Schule nicht bekannt - um "die Dramatik herabzustufen". Doch die Lehrerin ging jetzt an die Öffentlichkeit.

© Kleine Zeitung Digital
 

Der Vorfall ereignete sich bereits am 6. März an einer Volksschule in Nimburg (Bundesland Baden-Württemberg), wurde aber erst jetzt bekannt  - weil die geschockte Lehrerin an die Öffentlichkeit ging und der "Bild" das unfassbare Geschehen schilderte.

Ein siebenjähriger Schüler hatte sie mit einem rund zehn Zentimeter langen Messer niedergestochen - weil sie ihn wegen dauernden Störens aus der Klasse geschickt hatte. Als sie wenig später hinterher ging, hatte der Bub plötzlich das Messer in der Hand, das er vermutlich aus dem Bastelraum mitgenommen hatte. Und verletzte damit seine Lehrerin auf dem Gang vor dem Klassenzimmer.

Behörden verharmlosen

Die Polizei hatte den Vorfall nicht bekannt gegeben, weil sie "die Dramatik herabstufen" wollte. Und die zuständige Sozialbehörde des Landkreises spricht lediglich von einem "bedauerlichen Vorfall für alle Beteiligten". Es habe sich lediglich um eine "oberflächliche Verletzung" gehandelt. Doch die Lehrerin leidet noch immer darunter und ärgert sich, dass der Angriff "so verharmlost wird". Sie ist seit der Tat krank geschrieben und leidet an Panikattacken.

Die Lehrerin hatte bereits im im Jänner in einem Brief an das Schulamt vor dem aggressiven Schüler gewarnt: "Aufgrund der täglichen Vorfälle (Beißen und Schlagen von Mitschülern und Lehrern, Zerschlagen des Lineals auf dem Kopf eines Mitschülers, Werfen von Stühlen…) und seiner stetigen Unberechenbarkeit fühle ich mich nicht mehr in der Lage, für die Sicherheit meiner Schüler zu garantieren", schrieb sie. Doch eine Reaktion der Schulbehörde blieb aus. 

Kommentare (19)

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ugglan
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Dieses

Verheimlichen hat ja dazu geführt daß Parteien die solche Mißstände klar beim Namen nennen glaubwürdiger sind als die feigen Verheimlicher und Schönredner!

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pppp54
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Schlimm, erschreckend,

traurig, furchtbar, hilflos.....

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cleverstmk
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Und bei uns???

Auch bei uns gab es eine Bedrohung eines Mitschülers mit einem Messer.(NMS)
Und jetzt fragen sie mal was passiert ist: richtig NICHTS!!!
Kuschelpädagogik pur - nur leider völlig zum Scheitern verurteilt.

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tagebuch
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INFO von Schülern erhalten?!?!

Den Direktor informieren, dann kann der Schüler sofort suspendiert werden!

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Legu
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Es ist...

ja ganz klar ersichtlich aus dem Artikel, was passiert, wenn eine Lehrerin den/ einen unhaltbaren Zustand aufzeigt- genau Nichts, außer dem Pädagogen Unfähigkeit zuzuschieben....
Die Schulbehörde/ Apparat müßte nämlich tätig werden und genau das wollen die beamteten Säcke nicht...
es ist zum kotzen...

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Patriot
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@tagebuch: Und was passiert nach der max. 3-wöchigen Suspendierung?

Richtig! Der Schüler kommt in seine Klasse zurück! So, als wäre nichts gewesen.

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gerbur
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Jeder ein bedauernswerter "Trottel", der heutzutage noch

als Lehrer arbeiten will. Allerdings haben die pädagogischen Hochschulen mit ihren skurrilen Vorstellungen vom Unterricht einen erheblichen Beitrag geleistet, dass die Situation in den Klassenräumen in Kürze nicht mehr beherrschbar sein wird.

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Patriot
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@gerbur: Nicht nur die Pädagogischen Hochschulen,

sondern vor allem die Schulpolitiker/innen und die Schulbehörden!
Alles Eiertänzer und Wegschauer!

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KarlZoech
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Unter normalen Umständen bin ich nicht für Rohrstaberl und nicht für Erziehung mittels körperlicher Gewalt.

Doch wenn ein Kind, ein Schüler, nur mehr die Sprache der Gewalt kennt, wie eben dieser Siebenjährige, dann ist körperliche Gewaltanwendung gegen diesen nicht nur erlaubt, sondern unbedingt nötig, um diesen Grenzen aufzuzeigen!
Was wäre den die Alternative? Sollen sich Lehrerinnen und Lehrer gar von Volksschulkindern willenlos abstechen lassen?

Danach soll natürlich auch wieder das Gespräch gesucht werden, so dies möglich ist, angenommen wird.

Ich frage mich auch, in welcher familiären Umgebung dieses Kind aufwächst?

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lieschenmueller
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Körperliche Gewalt wird nie weiter bringen

Meine persönliche Meinung, im geschilderten Zustand ist dieses Kind momentan unbeschulbar und gehört in die Hände von Fachärzten.

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KarlZoech
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@ lieschenmueller: Es geht hier doch nicht um körperliche Gewalt als Erziehungsmethode!

Es geht aber darum, dass sich eine Lehrerin, ein Lehrer auch mit körperlicher Gewalt wehren dürfen kann - und muss!
Oder meinen Sie, dass eine Lehrerin (ein Lehrer), so sie mit einem Messer attakiert wird, als schärfste Gegenwehr nur sagen darf: "Bitte hör auf und sei wieder lieb?"
In so einem Fall kann und muss durchgegriffen werden! Und die Lehrkräfte brauchen da Rückendeckung durch das Gesetz!

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GordonKelz
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DIE DRAMATIK HERABSTUFEN.....

.... soweit sind wir schon ... das man mit unserem Verständnis das gar nicht wahrnehmen wollen ,ein TABU ,wie bei vielen der Tod...
Gordon Kelz

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calcit
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Auch wenn der Täter 7 Jahre alt ist, nicht strafmündig ist...

...und auch aus welchen Gründen auch immer so aggressiv reagiert hat... Ein MAULKORB, ein TOTVERSCHWEIGEN oder RUNTERSPIELEN und IGNORIEREN ist eine Verhöhnung des Opfers.

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Sam125
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Auch wenn der Täter erst 7 Jahre.......

Da ist in erster Linie das Elternhaus zu hinterfragen und in welchem Milieu der Junge da aufwächst!

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Jak39
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@Sam...

Vollkommen richtig. Aber die Eltern werden nicht einmal erwähnt. Warum wohl!

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tomtitan
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Vorfälle bei denen Messer im Spiel sind

nehmen ja fast schon epidemische Ausmaße an. Das besonders Erschreckende in diesem Fall ist aber, daß der Täter noch ein Kind ist und daß man die Tat verheimlichen wollte!

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Legu
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Messer...

sind vor allem bei unseren " herkunftsvariablen " Neubürgern sehr beliebt/ gefragt zur Verteidigung ihrer Ehre oder sonst was...

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gerbur
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@tomtitan

Der Hintergrund dieser Verheimlichungen ist der Druck unter dem die Polizei steht. Es geht hier um den erheblichen Einfluss von nicht wenigen gesellschaftlichen Gruppierungen auf eine politische Ebene, die den Polizeioberen die Karriere vermasseln kann. Ganz Ähnliches spielt sich auch im Bereich der Lehrer ab.

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tomtitan
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Es könnte aber auch sein,

daß man die Bildung der neuen Regierung nicht stören wollte...

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