MurkraftwerkEnergie Steiermark zieht Klage gegen Naturschutzbund-Vize zurück

Kraftwerksgegner jubeln: Die Energie Steiermark hat das Verfahren gegen Romana Ull aufgegeben.

Romana Ull und Johannes Gepp vom Naturschutzbund © Naturschutzbund
 

Zwei Verhandlungstage waren bereits über die Bühne gegangen, kurz vor dem dritten kam jetzt die Überraschung: "Ja, ich wurde vom Gericht informiert, dass die Klage gegen mich zurückgezogen wurde", sagt Romana Ull, Vize-Präsidentin des steirischen Naturschutzbundes. Die Energie Steiermark hatte ihr ja Besitzstörung vorgeworfen, weil sie im Frühjahr bei einer Besetzung der Kraftwerks-Baustelle ebenfalls am Gelände war. "Sie haben mir sogar die Anführerschaft unterstellt", so Ull. "Das zeigt, dass sie Situation völlig verkennen."

Ull ist überzeugt, dass die Eneregie Steiermark die Klage zurückgezogen hat, weil der Energiekonzern den Prozess verloren hätte. Das sieht Konzersprecher Urs Harnik-Lauris anders. Auch wenn Aktivist Franz Keppl (alias Huchen-Franz) bei ähnlicher Anklage letztlich frei gesprochen wurde, "wurden einzelne andere sehr wohl verurteilt beziehungsweise gab es Diversionen", so Harnik-Lauris.

Vielmehr habe der jetzige Rückzug mit den Vorfällen von Anfang Oktober zu tun, als es zu Vandalismus-Attacken auf das Bürogebäude der Energie Steiermark kam. Harnik-Lauris: "Das hat alles in einem neuen Licht erscheinen lassen. Und wir sehen schon, dass man Kritiker wie Johannes Gepp vom Naturschutzbund nicht in einen Topf mit gewaltbereiten Aktivisten werfen kann."

Mahnwache an der Baustelle

Die Plattform "Rettet die Mur" hält an ihrem Widerstand gegen Kraftwerk und den damit zusammenhängenden Zentralen Speicherkanal fest und veranstaltet am 25. Oktober um 17 Uhr eine Mahnwache bei der Baustelle an der Mur.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

aktivearbeitslose
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Was für ein neues Licht?

Auch damals hat Romana Ull nichts Unrechtes getan, als sie den polizeilich genehmigten Demostand aufsuchen wollte ...

Beim Vandalenakt mag ein Zusammenhang mit dem Murkraftwerk nahe liegen, es scheint aber keinerlei Beweis oder Indiz hierfür zu geben. Es wird ja auch sonst nicht über jeden Sachbeschädigungsakt berichtet ...

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checker43
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Schön,

dass der Sprecher verlautbart, dass Murkraftwerkskritiker nicht per se in einen Topf mit gewaltbereiten Aktivisten geworfen gehören.

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