Prüfung verlangtJetzt erreicht die Tiefgaragen-Debatte den Gemeinderat

Grüne machen gegen die Tiefgaragen-Idee im Herzen der Altstadt mobil und tragen die Debatte in den Gemeinderat.

Tiefgarage Eisernes Tor
Die Idee zu einer Tiefgarage unter dem Eisernen Tor ist heftig umstritten © STROHECKER ARCHITEKTEN
 

Die Pläne von Architekt Guido R. Strohecker sorgten im Rathaus für heftige Reaktionen: Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Vize Mario Eustacchio (FPÖ) waren von der Idee einer voll automatisierten Tiefgarage unter dem Eisernen Tor, im Herzen der Altstadt, begeistert. Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) und Umweltstadträtin Tina Wirnsberger (Grüne) entsetzt.

Nachdem bisher auch noch nicht viel mehr als die grundsätzliche Idee bekannt ist, wollen die Grünen das Thema nun in den Gemeinderat tragen, um eine politische Debatte zu ermöglichen. Auch wer die Investoren hinter dem 7,5 Millionen-Euro-Projekt sind, ist öffentlich nicht bekannt.

Klubchef Karl Dreisiebner stellt einen Dringlichen Antrag. Die Verkehrsplanung soll prüfen, wo in der Stadt neue Tiefgaragen Sinn machen - und zwar abgeleitet aus dem beschlossenen Mobilitätskonzept, dessen Ziel ja eine Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt ist.

Zweites grünes Anliegen: Für jeden künftigen Tiefgaragenplatz soll ein Autoparkplatz an der Oberfläche verschwinden. "Eine neue Tiefgarage als Tourismusmagnet verkaufen zu wollen, ist Verkehrs- und Stadtplanungspolitik aus den 1970er-Jahren", so Dreisiebner.

Nagl und Eustacchio hatten die Idee der Tiefgarage ja Ende August als neue Attraktion vorgestellt. „Wir haben uns vorgenommen, die Innenstadt zu stärken, mit dieser Garage gelingt das“, so FPÖ-Chef Eustacchio damals. Und: Durch die Nähe zum Jakominiplatz könnte man rasch auf Öffis umsteigen. Kritiker fragten, wo man mit den Öffis dann noch hinfahren soll, wenn man ohnehin schon mit dem Auto im Herzen der Altstadt ist.

Kommentare (3)

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diss
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Unser Bürgermeister - eine Schande!

Andere Städte in Europa setzen Maßnahmen zur Verringerung des Autoverkehrs in der Innenstadt. Unser Bürgermeister zieht den Verkehr in die Innenstadt! Eine Schweinerei, die hier passiert!

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wiesengasse10
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Grundsätzlich mag ich visionäre Ideen sehr...

.....kann aber auch sein, dass sie sich bei genauer Betrachtung als Schwachsinn herausstellen, dann muss man aber sofort von ihnen ablassen. Wie auch hier:
Fahrzeuge auf den Opernring locken, gehts noch ??? Erhöhtes Verkehrsaufkommen produzieren und wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig zufahren wollen (bei jeglichen innerstädtischen Veranstaltungen z.B.) sind noch dazu Staus vorprogrammiert.
Durch die Nähe zum Jakominiplatz kann man auf Öffis umsteigen.....
Ja !! Aber die Leute sollen am Jacky (von ausserhalb kommend !!) austeigen, und nicht einsteigen !!!!
So ein blödes Argument, glauben die Politiker wir Bürger können nicht mitdenken...
Und überhaupt: lautstark nimmt Hr. Eustacchi dazu Stellung ??!! Da nimmt man der Fr. Kahr das Verkehrsresort weg, dann gehts um den Verkehr, und dann meldet gerade wieder er sich zu Wort....

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Lodengrün
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Einerseits wollen wir die Autos draußen haben,

die mit Diesel gar nicht mehr fahren lassen, dann wiederum des Geschäfts wegen bauen wir ihnen eine Tiefgarage. Habe herzlich gelacht wenn Herr Eustacchio meint diese Fahrer würden dann auf die Öffis umsteigen. Glaubt er das selbst oder denkt er ernsthaft das wir solch einen Unsinn ihm abnehmen. Na ja die Gedankengänge der Bläulinge sind recht seltsam. Siehe ihre Liebe zu Trump.

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