Nikolsdorf

Antrag für Flugplatz ist geflogen

Nach der Bezirkshauptmannschaft wies auch das Landesverwaltungsgericht den Antrag der Flugplatzgesellschaft auf Verlängerung für Sanierungsfrist zurück.

Per Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Lienz wurde die Auflage zur Pistenasphaltierung am Flugplatz erteilt, die letzte Frist dafür ist am 31. Dezmeber 2016 verstrichen © Kasupovic
 

Einen kräftigen Dämpfer gab es dieser Tage für die Betreibergesellschaft des Flugplatzes Nikolsdorf. Ihre Beschwerde gegen den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Lienz betreffend Antrag zur Verlängerung der Sanierungsfrist wurde auch vom Landesverwaltungsgericht zurückgewiesen. „Wir sind bestätigt worden, in unserer Ansicht, dass die Sanierungsfrist nicht mehr verlängert wird“, sagt Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Im Detail geht es darum, dass die Frist zur Pistenasphaltierung am Flugplatz Nikolsdorf mit 31. Dezember 2016 endete. Eine Sanierung war aber weit und breit nicht in Sicht.

Also versuchte die Gesellschaft unter dem damaligen Geschäftsführer Wolfgang Steiner das Ruder mit einem Antrag, bei der Bezirkshauptmannschaft herumzureißen. Eingebracht wurde er am 12. Oktober 2016. Die Bezirkshauptmannschaft wies den Antrag am 28. November 2016 zurück. Daraufhin erfolgte die Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht, das in seinem Erkenntnis aber nicht zugunsten der Flugplatzgesellschaft entschied.

Im Oktober 2010 gab es am Flugplatz Nikolsdorf diese Bruchlandung, weil es an Sicherheit mangelte. Nach wie vor entspricht der Platz nicht den Vorschriften Foto © KK/Kalser

Was jetzt mit dem Flugplatz, der die Asphaltierung der Piste aus Auflage vorgeschrieben bekam, passiert, ist offen. Dass bei nicht erfolgter Sanierung bis 30. Juni 2017 der Platz gesperrt wird, konnte Reisner nicht bestätigen. Sie sagt: „Es sind noch weitere Verfahren betreffend Flugplatz anhängig“.

Bekannt ist, dass im Jänner die Polizei am Flugplatz war und festgestellt hat, dass nach wie vor nicht asphaltiert ist. Auch ein daraus resultierender Bescheid der Bezirkshauptmannschaft wurde von der Flugplatzgesellschaft wieder beim Landesverwaltungsgericht beeinsprucht. Das deutet auf Zeitgewinn hin – auf weitere Verzögerung der Sanierung, die seit Jahren ansteht.

Das anonyminsierte Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes im Volltext.

Kommentare (1)

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bergbaron
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1
Lesenswert?

Gefahr im Verzug

Und das seit Jahren. Laut Kleine Zeitung geht also bereits dieser Unfall auf das Konto mangelnder Sicherheit. Was sich diese Bezirkshauptfrau erlaubt ist unverschämt und mit nichts mehr zu rechtfertigen. Der Platz gehört seit dem 1.1.2017 gesperrt. Dass sie das nicht tut, nährt nur noch den Verdacht auf Korruption.

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