Kärntner des Tages

Otmar Penker: Mit Adlern auf Tuchfühlung

Otmar Penker (48) aus Radenthein führte Regie beim Kinofilm „Wie Brüder im Wind“ und hielt sich dafür wochenlang in den Bergen auf.

Otmar Penker und sein Team arbeiteten insgesamt vier Jahre lang an dem Film: „Die Natur lässt sich nicht planen“
Otmar Penker und sein Team arbeiteten insgesamt vier Jahre lang an dem Film: „Die Natur lässt sich nicht planen“ © KK/Privat
 

"Das Schlüpfen und die ersten Tage eines Steinadlerkükens hautnah zu filmen, ist eine unglaubliche Chance“, sagt Otmar Penker. Diese erhielt der Filmemacher bei den Dreharbeiten zum Kinostreifen „Wie Brüder im Wind“ (zu sehen ab 24. Dezember).

Der Film erzählt von einem jungen Steinadler, den ein Bub findet und heimlich aufzieht. Als der Greifvogel für den Menschen zur Gefahr wird, schenkt er ihm die Freiheit.

Penker, der mit zweitem Standbein naturnahe Werbefilme dreht, führte gemeinsam mit Gerardo Olivares Regie. Die ursprüngliche Idee zum Film stammte ebenfalls vom Radentheiner. Dass seine Gedanken umgesetzt werden konnten, ermöglichte Franz Schüttelkopf von der Adler-Arena auf der Burg Landskron mit seinen handzahmen Königen der Lüfte. Gefiederte Komparsen, die neben den Schauspielern Jean Reno und Tobias Moretti eine gute Figur machten.

Otmar Penker arbeitet bereits an der nächsten Doku
Otmar Penker arbeitet bereits an der nächsten Doku Foto © KLZ/Nicole Kari

Das Team drehte die Naturszenen über einen Zeitraum von vier Jahren in den Hohen Tauern, Dolomiten und Karawanken. Für Penker und Kameraassistent Josef Weinländer nicht einfach. Sie waren wochenlang als Selbstverpfleger in den Bergen unterwegs. „Die Vorbereitungen waren hart. Danach konnten wir nur warten, ob die Wildtiere überhaupt mitspielen wollen. Die Natur lässt sich nicht planen“, sagt Penker. So wurde die spektakulärste Szene – ein Adler stürzt mit der erbeuteten Gämse die Felsen hinunter – nur durch Zufall gefilmt. Zurzeit arbeitet der 48-jährige Kärntner an einer Doku über Steinadler.

Der zweifache Familienvater, der für die Universum-Dokumentation „Prinz der Alpen“ den Sielmann-Preis erhielt, weiß: „Dem Machbaren sind Grenzen gesetzt.“

NICOLE KARI

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