Traurige Bilanz: Wilderer töteten 1175 Nashörner
Weil man in Asien für das Horn ein Vermögen bezahlt, sind die grauen Riesen heiß begehrte Beute. Mehr als 300 Wilderer konnten festgenommen werden, vor allem im Krüger-Nationalpark und daran angrenzenden Gebieten.

Wilderer haben im vergangenen Jahr in Südafrika 1175 Nashörner getötet. Dies stelle eine leichte Verbesserung gegenüber dem Rekordjahr 2014 dar, als 1215 Nashörner getötet worden seien, erklärte Umweltministerin Edna Molewa am Donnerstag.
Erstmals seit einem Jahrzehnt sei die Zahl der getöteten Nashörner nicht weiter angestiegen. Rund 320 Wilderer wurden demnach festgenommen, die meisten im berühmten Krüger-Nationalpark oder in angrenzenden Gebieten.
Wilderer töten die Tiere wegen ihres Horns. Der internationale Handel damit ist illegal, in Asien wird dafür jedoch ein kleines Vermögen bezahlt. Das Horn wird dort als vermeintliches Heilmittel in traditioneller Medizin verarbeitet.
In ganz Afrika gibt es Schätzungen zufolge nur noch etwa 25.000 Nashörner. Südafrika ist das Land mit der größten Population von Breitmaul- und Spitzmaulnashörnern, alleine im Krüger-Park an der Grenze zu Mosambik leben rund 9000 Tiere.