Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

IHR GUTES RECHTWann eine Gemeinschaftsheizung in Betrieb genommen werden muss

Ab wann muss die Hausverwaltung für Wärme in der Wohnung sorgen? Die Experten der Mietervereinigung wissen Rat.

Das Mietrechtsgesetz regelt nicht, ab wann eine Gemeinschaftsheizung eingeschaltet werden muss © FOTOLIA
 

Werden mehrere Mietobjekte oder mehrere Wohngebäude mit einer
gemeinsamen Heizanlage befeuert, spricht man von einer Gemeinschaftsheizung. Für das Einschalten ist der Vermieter bzw. die von ihm bestellte Hausverwaltung zuständig. Bestenfalls sollte im Mietvertrag geregelt werden, von wann bzw. ab welchen Außentemperaturen sie in Betrieb genommen wird. Eine gesetzliche Regelung im Mietrechtsgesetz gibt es dazu nämlich nicht.

Grundsätzlich muss bei längerem kaltem Wetter eine Heizmöglichkeit bestehen, ansonsten haben die Mieter ein Mietzinsminderungsrecht. Gängige Praxis ist es, die Gemeinschaftsheizung dann in Betrieb zu nehmen, wenn die Außentemperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen 12 Grad Celsius nicht übersteigt. Das ist aber ebenfalls keine gesetzliche Regelung. Die Ö-Norm 7600 hält dazu fest, dass die Wohnung durchschnittlich warm sein muss. Dabei wird von etwa 20 Grad am Tag und 18 in der Nacht ausgegangen. Ö-Normen sind jedoch freiwillige Standards, aus denen man keinen Rechtsanspruch ableiten kann.

Empfohlen wird, den Mietvertrag zu prüfen, ob diesbezügliche Vereinbarungen bestehen. Wenn nicht, sollten die Mieter auf die oben beschriebenen Regeln hinweisen und den Vermieter bzw. die  Hausverwaltung schriftlich zur Inbetriebnahme der Heizung auffordern.

WISSENSWERT

Rat und Hilfe in allen Fragen des Wohnrechts gibt es bei der Mietervereinigung: www.mietervereinigung.at

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren