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TAGE DER OFFENEN GARTENTÜR Zu Gast im Garten mit eigenem Flussbad

Die Familie Kleindienst hat nach 20 Jahren nicht ihr altes Haus, sondern den Garten umgebaut – und dabei einen Badeplatz gewonnen. Am 2. und 3. Juni stehen die Türen zu diesem Refugium in der Südweststeiermark allen Interessierten offen.

© (c) Oliver Wolf Foto GmbH
 

Als Maria und Werner Kleindienst vor mittlerweile 20 Jahren ihr Wohnhaus neben der familieneigenen Tischlerei samt Wohnstudio in Hörmsdorf in der weststeirischen Gemeinde Eibiswald errichteten, war der Garten Nebensache: Eingespannt zwischen einer relativ stark befahrenen Bundesstraße auf der einen Seite und einer wilden „Ufer-Gstätten“ auf der anderen lag er sozusagen im Dornröschenschlaf. „Das Stückchen Land direkt an der Saggau hat uns ja nicht gehört“, erklärt Maria Kleindienst, warum das Grundstück anfangs nicht das Zeug zum grünen Salon hatte. Das änderte sich vor fünf Jahren, als die Familie die Möglichkeit bekam, dem Nachbarn 700 Quadratmeter von der Ufer-Gstätten abzukaufen.

TAGE DER OFFENEN GARTENTÜR

Der Garten der Familie Kleindienst in 8552 Eibiswald, Hörmsdorf 136, gehört zu den 36 Garten-Lust-Gärten in der Steiermark, im Burgenland und in Oberösterreich.
Einmal im Jahr, beim großen "Garten-Lust-Fest" am 2 und 3. Juni, haben alle gemeinsam geöffnet. Jeweils von 10 bis 18 Uhr.
Eintritt in den Flußgarten: 3 Euro für Erwachsene, Kinder frei. Es gibt eine Ausstellung und den Verkauf von Skulpturen heimischer Künstler, Gartenkunstobjekte und Gartenmöbel im eigenen Geschäft, weiters Getränke, Kaffee und Mehlspeisen.

Details zum Garten-Lust-Fest und den teilnehmenden Gärten unter

www.garten-lust.at

„Unser Sohn Martin ist Architekt, er hat sofort die Möglichkeiten gesehen, die sich dadurch boten“, sagt die Mutter. Martin Kleindienst baute zu Hause sozusagen gewaltig um, aber nicht das Elternhaus, sondern die Umgebung. Das gesamte, rund 1700 Quadratmeter große Grundstück wurde völlig neu modelliert: mit einer ebenen Fläche für Sitzplätze rund um das Haus und einem dann in Stufen zur Saggau hin abfallenden Gelände. Auf diese Weise wurde der Bach voll in den Garten integriert.

 

Grüne Oase: Ein Garten wird zum Kraftplatz

Der Blick von der Terrasse beim Haus über und in den Garten...

(c) Oliver Wolf Foto GmbH

So sah es hier früher aus...

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... bis vor drei Jahren der Bagger kam.

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Der Plan der Gartenarchitektin Agnes Fedl.

AGNES FEDL

Willkommen im Fluss- bzw. Bachbad.

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Der Meditationsplatz im Wald - im Anschluss an die Terrasse am Ufer

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Die Leiter ins Wasser...

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Hier bekommt man vom Straßenlärm rein gar nichts mit.

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Die Rosmarinweiden auf der einen Seite - Chinaschilf und Lampenputzergras sowie ein Streifen Immergrün auf der anderen...

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Ein Keramikmädchen (von Lena Kremser) ist im Garten Dauergast...

(c) Oliver Wolf Foto GmbH
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Hier geht's zum nächsten Gartenniveau..

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Einer der Sitzplätze direkt beim Haus. Die Sitzmöbel stammen aus der einen Tischlerei.

(c) Oliver Wolf Foto GmbH

Tisch und Sessel stammen aus dem eigenen Wohnstudio.

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Hinter dem Haus ging sich noch eine kleine (Abend-)Terrasse mit Naschgarten aus.

(c) Oliver Wolf Foto GmbH

Beerenmeile, Weinspalier und Rucolawildnis begleiten die gemütliche Abendterrasse, auf der sich Maria Kleindienst gern mit Gästen wie Jana niederlässt.

(c) Oliver Wolf Foto GmbH
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Schmucke, wohnliche Details für den "grünen Salon"

(c) Oliver Wolf Foto GmbH

Steinerne, versetzt verlegte Blockstufen führen von der Hausterrasse in den Garten hinein...

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Auch eine Treppe kann ein Schmuckstück sein...

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"Durch den neuen Garten haben wir ein komplett neues Haus bekommen", sagt Maria Kleindienst.

OLIVER WOLF

Die Hausansicht, wie sie die Gartenarchitektin Agnes Fedl plante.

Agnes Fedl

Auch im Winter ist die Naturkulisse phantisch ...

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Der Gräserhang neben der steinernen Zugangstreppe. Hier dominieren die Farben Rot, Silber und Gold.

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Die Krönung des Ganzen ist die Terrasse direkt über der Saggau – mit Holzleiter direkt ins kühle Nass. „Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, aber das Gelände funktioniert jetzt wie eine Schallschutzwand. Am Ufer hören wir jetzt gar keinen Straßenlärm mehr“, sagt Maria Kleindienst. „Mein Mann macht hier sogar gern sein Mittagsschläfchen“, erzählt sie. Insgesamt sei das ganze Haus durch den neuen Garten ein anderes geworden: eines, in dem man die Natur voll genießen kann.

 

Foto © AGNES FEDL

Das hat freilich viel mit der Bepflanzung zu tun, bei der sich die Familie auf die Gartenplanerin Agnes Fedl verließ. „Eine der wichtigsten Überlegungen war, eine grüne Barriere zur steilen Uferböschung so zu gestalten, dass die Aussicht auf die Saggau auch von der Terrasse beim Haus nicht verstellt wird“, sagt Fedl, die sich zu diesem Zweck für eine dichte Rosmarinweidenhecke entschied. „Die ist einheimisch, unkompliziert und passt mit ihrer zauberhaften, feinen Belaubung perfekt in die Ufervegetation.“ Entsprechend dem Wunsch der Auftraggeber hielt sich Fedl farblich zurück und setzte auf ruhige, großflächige Pflanzungen. Zur Straße hin wird ein Feld von Immergrün durch Rispenhortensien, Herbstanemonen und Gräsergruppen strukturiert. Lampenputzergras und Chinaschilf bieten am Badeplatz natürliche Rückendeckung. Rot, Silber und Gold beherrschen den Gräserhang mit der steinernen Treppe zwischen Haus(-terrasse) und Garten.

WAS & WER

Neuanlage eines Gartens beim privaten Wohnhaus der Familie Kleindienst in Hörmsdorf in der Gemeinde Eibiswald vor mittlerweile drei Jahren. Die Familie bietet unter dem Namen „Kleindienst Wohnwelten“ eine Tischlerei, ein Wohnstudio und ein Planungsbüro.
www.kleindienst.at

Geländemodellierung nach Plänen des Architekten Martin Kleindienst (derzeit in Schanghai tätig).

Bepflanzung nach Plänen der Garten- und Landschaftsplanerin Agnes Fedl. Büro am Fichtenweg 3, 8072 Fernitz.
Tel. (031 35)48 6 47
www.fedl.eu

 

Bei Möbeln und Deko saß die Hausherrin freilich an der Quelle: Was nicht in der eigenen Tischlerei gefertigt wurde, stammt zumeist aus dem eigenen Wohnstudio. Hinzu kommen Skulpturen, die Maria Kleindienst teilweise sogar selbst gefertigt hat. „Manchmal wird der Garten tatsächlich zum Ausstellungs- und Verkaufsraum für unser Geschäft“, räumt die Hausherrin ein. Im Großen und Ganzen bleibt das alles aber ein sehr privates Paradies.