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Herbstlaub-Fans können Klimaforscher unterstützen

In Österreich hat sich die Vegetationsperiode von Pflanzen in den letzten drei Jahrzehnten um zwei Wochen verlängert. Mit einer eigenen App und Herbstlaub wollen Forscher der Entwicklung auf den Grund gehen.

© APA/BARBARA GINDL
 

Mit der App FarbVerrückt können ab Mitte September Interessierte, Fotos und Daten von der Laubverfärbung von Bäumen an die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) melden. Damit werden die Zusammenhänge zwischen Verfärbung und Klimafaktoren wie Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag erforscht, heißt es in einer Aussendung am Donnerstag.

Vegetationsperiode wurde länger

Aufgrund der Klimaänderung ist laut der ZAMG die Vegetationsperiode - jener Jahresteil in dem eine Pflanze aktiv wächst - in Österreich in den vergangenen 30 Jahren um rund zwei Wochen länger geworden. Die Einflussfaktoren dafür seien noch nicht alle geklärt. "Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, benötigt die Forschung möglichst viele Beobachtungen von Sträuchern und Bäumen aus ganz Österreich," sagt die ZAMG.

Was können Interessierte tun: Das verfärbte Laub eines Strauches oder Baumes fotografieren und mit der kostenlosen App die Gehölzart, die Farbe, das Beobachtungsdatum und eine der beiden Phasen - Verfärbung oder Laubfall - eingeben. Beobachtungen können zu acht Baumarten abgegeben werden. Die Daten werden auf der Website grafisch dargestellt und von der ZAMG ausgewertet. Die Beobachtungen gehen in internationale Datenbanken ein.

Schulklassen können durch ihre Mithilfe Geld für die Klassenkasse gewinnen. Im Oktober gibt es einen Wettbewerb: Beim "Citizen Science Award" warten insgesamt 3.000 Euro auf die Schüler.

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