Wenn alles im Garten sprießt und blüht, fallen auch wieder zahlreiche Gartenarbeiten an. Das Hantieren mit entsprechendem Equipment birgt jedoch auch Risiken. Ein Blick auf die KFV-Unfalldatenbank Injury Database (IDB) Austria zeigt, dass allein im Jahr 2021 rund 19.100 Personen, aufgrund von Verletzungen bei der Gartenarbeit, im Spital behandelt werden mussten – das sind rund 15 Prozent mehr gemeldete Unfälle als 2020. „Die aktuelle Pandemie führte zu einem gewissen Hype rund um das Gärtnern, welcher sich auch auf die hohen Unfallzahlen auswirken dürfte. Im Zuge einer KFV-Erhebung fanden wir heraus, dass 26 Prozent der Befragten es vorzogen, verstärkt im Garten zu arbeiten – rund 6 Prozent haben wieder oder sogar neu damit begonnen,“ erklärt Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. 

Ablenkung, Hektik, Unachtsamkeit

Damit der Start in die Gartensaison möglichst unfallfrei verläuft, sollten diverse Ablenkungen als auch Hektik und Unachtsamkeit möglichst vermieden werden – diese drei Faktoren gehören nämlich mit 35 Prozent zur häufigsten Unfallursache bei der Gartenarbeit, gefolgt von Fehleinschätzungen oder schlechter Bodenbeschaffenheit.

Die häufigsten Unfallfolgen sind

  1. Knochenbrüche (48 Prozent),
  2. offene Wunden (25 Prozent) und
  3. Sehnen- und Muskelverletzungen (11 Prozent), wobei meist die Hände und Füße der Verunfallten lädiert waren. „Es ist äußerst wichtig, sich diesen Gefahren bewusst zu werden, um Verletzungen bei der Gartenarbeit künftig vermeiden zu können,“ betont Trauner-Karner. 

Männer verletzen sich tendenziell öfter

Am häufigsten führen das Hantieren mit Schneidewerkzeugen, Leiterstürze und das Rasenmähen zu Verletzungen bei der Gartenarbeit – insbesondere Männer sind von diesen Unfällen betroffen. Im Allgemeinen haben Statistiken gezeigt, dass sich Gärtner (58 Prozent) häufiger verletzen als Gärtnerinnen (42 Prozent).

Einer erhöhten Verletzungsgefahr könnte dabei mit ein wenig Vorsicht und Achtsamkeit gezielt entgegengewirkt werden. Doch auch die entsprechende Schutzbekleidung wie Handschuhe, Schnittschutzhosen und trittfeste Schuhe darf beim sicheren Werkeln im Garten nicht fehlen.