Ich habe vor zwei Jahren einige Heidelbeerbüsche gepflanzt. Im ersten Jahr war der Ertrag ganz gering, im zweiten Jahr allerdings null. Ein Strauch ist verendet. Was kann ich tun?
Mit Sicherheit haben die Erde und der Standort nicht gepasst. Heidelbeeren benötigen einen kalkfreien Boden, volle Sonne, ausreichend Feuchtigkeit und Dünger. Organische Rhododendrondünger sind ideal, weil sie etwas Schwefel zur Neutralisierung vom Kalk enthalten.

Meine Kirschlorbeerhecke ist im oberen Teil ganz hellgrün, fast gelb. Was ist die Ursache, was kann ich tun?
Hier fehlen eindeutig Dünger und eventuell auch im Sommer ausreichend Wasser, denn dann kann die Pflanze den Dünger nicht transportieren. Daher mit Dünger versorgen und sofort Kompost und Mulch aufbringen. Von Zeit zu Zeit gießen. 

Wann ist der beste Zeitpunkt, den Nussbaum zu schneiden?
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Ein uralter, sehr großer Nussbaum sollte geschnitten werden. Wann ist der beste Zeitpunkt und wie viel darf geschnitten werden?
Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist der August. Generell sollte man keinen zu starken Rückschnitt durchführen und immer darauf achten, dass man ableitend schneidet. Das bedeutet, dass gleich unterhalb des Schnitts ein bestehender Ast den Wuchs fortsetzt und es zu keiner Besenbildung kommt. 

Gibt es Weintrauben, die besonders robust sind? Wir leben auf 500 Meter Seehöhe, sehr sonnig aber leider auch windig.
Mittlerweile gibt es so viele sogenannte Resista-Trauben. Gute Erfahrungen habe ich mit der weißen Traube „Bianca“ oder der blauen Traube „Muscat bleu“, einer besonders robusten Sorte, die in der Schweiz gezüchtet wurde. 

Immer mehr Engerlinge im Kompost: Schleppe ich sie über die Blumenerde ein?
Das ist unwahrscheinlich. Aber der Rosenkäfer, um dessen Larven es geht, liebt Komposterde und legt dort Unmengen von Eiern ab. Sind wirklich große Mengen an Engerlingen vorhanden, dann absammeln und verfüttern (Hühner, Fische). Wenige Exemplare richten kaum Schaden an.

Unser alter Apfelbaum, auf dem eine herrlich blühende Ramblerrose gewachsen ist, ist umgestürzt. Was können wir tun?
Zwei Vorschläge: Zunächst einmal sollte man bei ganz alten und schon morschen Bäumen unbedingt ein Stahlgerüst zur Festigung errichten. Ist es dafür zu spät, hat es sich bewährt, ein Dreibein aus massiven Holzstämmen zu bauen und daran die Rose festzubinden. Auch wenn man sie zunächst einmal zurückschneiden muss, wird sie bald wieder kräftig austreiben.

Darf ich Regenwasser verwenden, wenn ich Kupferdachrinnen besitze?
Kein Problem – im Gegenteil: Man sagt, Kupfer „baut Boden auf“. Daher gibt es auch ein Kupferwerkzeug.

Wie kann ich Katzen von den Beeten fernhalten? Der Kot stinkt so grässlich.
Am einfachsten steckt man die langen dornigen Triebe einer Kletterrose bogenförmig über das Beet – oder man legt jetzt im Frühjahr Vlies auf. Übrigens: Nicht jeder Kot ist Katzenkot, sehr oft ist er auch vom Igel.

cat flowers
Wie hält man die Stubentiger von den Beeten fern?
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Ab wann kann ich meine vorgezogenen Paradeiser ins Freie stellen?
Zeit lassen! Das heurige Frühjahr ist sehr kalt, daher wirklich erst gegen Ende April setzen. Im Kleingewächshaus etwas früher. Besonders lang gewordene Pflanzen deutlich tiefer setzen.

Kann man gekaufte Pflanzen organisch düngen? Man benötigt ja die Mikroorganismen, um die Düngestoffe in den Biodüngern freizusetzen.
Selbst in normaler Pflanzerde findet man viel Bodenleben. Wichtig: Je gröber die Düngeteile sind, desto länger benötigen sie bei der Umsetzung. Je feiner, desto schneller setzt die Düngewirkung ein.

Ich plane gerade meine Balkonkästen. Kann man die „schwarzäugige Susanne“ auch zu Pelargonien und Surfinien setzen?
Ja, das sieht sogar sehr gut aus, allerdings sollte man bedenken, dass diese Kletterpflanze sehr wuchsfreudig ist und „hoch hinaus“ will. Daher Bambusstäbe platzieren, um ihr das Ranken zu ermöglichen. Ab und zu besonders lange Triebe kann man auch abschneiden.

Ich bekomme eine Fuhre Pferdemist mit Sägespänen. Kann ich ihn ins Hochbeet geben?
Aufpassen, oft „fressen“ die Mikroorganismen, die die Sägespäne aufarbeiten, den gesamten Dünger. Ich würde den Mist ein Jahr liegen lassen und dann verwenden.

Am Stamm meines 12 Meter hohen Kirschbaums wächst Efeu. Nachbarn meinen, er sei ein Schmarotzer und bringe den Baum um. Soll ich ihn entfernen?
Es ist ein alter Mythos, dass Efeu einen Baum umbringt. Allerdings darf er nicht morsch sein, sonst würde der Efeu da hineinwurzeln. Efeu schützt sogar den Stamm, ist ein ideales Quartier für viele Nützlinge (Vogelnester) und liefert für Bienen aufgrund der späten Blüte Futter.

Meine Pelargonien sind im Keller ganz lang geworden. Wenn ich sie zurückschneide, dann sind nur noch Triebe ohne Blätter da. Soll ich schneiden, und wann?
Ja, die Pelargonien (landläufig Geranien genannt) muss man unbedingt zurückschneiden. Die langen Triebe werden sonst beim ersten Windstoß abgerissen und sind außerdem sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Ich habe meine Calla im Herbst zum Überwintern ins Haus gestellt und die braunen Blätter entfernt. Nun beginnt sie plötzlich ganz kräftig zu wachsen, aber es kommen keine Blüten. Was soll ich tun?
Geduld – wir haben erst März. Die Pflanze ist durch die Wärme im Zimmer aufgewacht und benötigt nun viel Sonnenlicht, dann wird sie bald wieder Blüten bilden.

Die Calla benötigt nun viel Sonnenlicht
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Können Sie mir den Unterschied zwischen einer weiblichen und einer männlichen Skimmia erklären?
Die männlichen Skimmien bekommen nur Blüten, sie werden im Herbst mit roten Knospen verkauft. Die weiblichen tragen rote Früchte und werden oft als „Frucht-Skimmia“ verkauft.

Meine 50 Meter lange Ligusterhecke wird ziemlich durchsichtig. Ich habe schon kräftig zurückgeschnitten.
Die Hecke braucht „Futter“. Sparen Sie nicht mit Kompost und Hornspänen.

Wie bringe ich die kleinen Erdhügel im Rasen weg?  
Das sind Ausscheidungen vom Tauwurm. Es handelt sich dabei eigentlich um wertvollen Dünger. Sie mähen vermutlich zu kurz. Dann kommt es verstärkt zu diesen Auswürfen. Und nicht vergessen: Den Rasen drei Mal im Jahr düngen.

Ich hab eine Eichblatt-Hortensie, wie ist sie zu schneiden?
Sie blüht auf dem neuen Holz, das heißt, Sie können sie schneiden, wie es Ihnen passt. Das Gleiche gilt für die Schneeballhortensien. Auch die werden zurückgeschnitten.

Ich möchte meinen Asparagus umsetzen und teilen.
Der gute alte Asparagus, der hält alles aus. Sie können ihn auseinanderschneiden oder auch auseinandersägen, in frische Pflanzerde setzen und er wird wieder prächtig gedeihen.

Der südseitige Rollrasen zeigte nach einem Jahr braune Flecken, im Winter trocknete er vollends aus. Gibt es noch eine Rettung?
Der Rasen ist verhungert, zum Teil dürften es auch Schneeschäden sein. Dreimal im Jahr sollte gedüngt werden und auf das Gießen nicht vergessen. Vertikutiert wird erst nach dem zweiten Mähen.

Auf einer nordseitigen Fläche unter Bäumen will kein Gras mehr wachsen. Gibt es eine Alternative zum Rindenmulch?
Auf der Fläche Kompost ausbringen und danach mit Bodendecker wie Efeu oder Elfenblume bepflanzen.

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Die Kirschlorbeerhecke ist braun und abgestorben. Ist sie noch zu retten?
Ich würde sie stehen lassen und darauf achten, ob sie frisch durchtreibt. Es handelt sich eindeutig um Trockenschäden, die Pflanzen sind verdurstet.

Wann darf ich beim Oleander mit dem Düngen beginnen?
Sobald er im Freien steht, wird gedüngt und gegossen.

Lorbeer, Zitrusbäumchen und Japanischer Spindelstrauch haben Fressschäden. Was tun?
Da ist der Dickmaulrüssler am Werk, Abhilfe bringen Nematoden. Diese kleinen Fadenwürmer werden aber erst bei Bodentemperaturen von zehn bis zwölf Grad ausgebracht.

Was kann ich gegen die ungebetene Efeuüberwucherung aus dem Nachbargarten machen?
Mein Rat, lernen Sie den Efeu lieben. Er schadet den Bäumen nicht und erfüllt seine Rolle als Bodendecker hervorragend.

Man sieht häufig Säcke mit Holzhäcksel zum Auffüllen der Hochbeete. Finden Sie das gut?
Ich finde jedes Beet gut. Die Häcksel sind zwar sicherlich die zweitbeste Wahl, Gehölzschnitt wäre noch besser. Ich empfehle, beim Holzhäcksel organischen Dünger (Hornspäne, Schafwollpellets oder Braunkorn) unterzumischen. Wichtig: Die Holzschnipsel sind die unterste Schicht, dann kommt Kompost und oben 20 Zentimeter Pflanzerde (Gartenerde mit Kompost) oder Packungserde.

Der Oleander hat auf der Terrasse auch die minus zehn Grad überlebt. Aber die Blätter sind grau gesprenkelt, einige Spitzen braun. Was ist zu tun?
Abwarten! Die Spitzen sind vermutlich abgefroren und die Blätter hatten letztes Jahr Spinnmilben. Oleander sollten nie überdacht stehen, dort ist die Luft zu trocken. Sobald die größte Kälte vorbei ist, ins Freie in den Regen stellen.

Der Sommerflieder ist extrem gewachsen. Wann und wie viel soll ich schneiden?
Der sogenannte Schmetterlingsflieder gehört im Frühjahr ganz stark geschnitten – auf gut 50 bis 70 Zentimeter, so bleibt er im Wuchs kompakt. Obwohl er ein Insektenmagnet ist, sieht ihn der Naturschutz nicht so gerne, weil er sich stark aussät. Daher am besten die Blüten gleich nach dem Abblühen abschneiden und die vielen Schmetterlinge genießen.


Ich möchte keinen Pflanzendünger kaufen, habe aber viel Kompost. Was kann ich tun?
Ganz einfach: Komposttee zubereiten. Einen Stoffsack mit Komposterde füllen und in einen Eimer Wasser hängen. Den Tee dann am nächsten Tag unverdünnt zu den Kübelpflanzen gießen. Die Erde kann man zwei, drei Mal aufgießen, dann auf die Beete streuen.

Die Ohrwürmer im Hochbeet fressen die Pflänzchen. Was hilft dagegen?
Einerseits würde ich Urgesteinsmehl oder Kieselgur stäuben. Als Fallen Tontöpfe mit Holzwolle aufstellen und die Ohrwürmer absiedeln.

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Die Narzissen kommen fast nicht durch das Laub, das ich auf Ihren Rat liegen ließ. Soll ich es nicht doch wegräumen?
Es gibt Laub, wie zum Beispiel Ahorn oder Magnolie, das einen sehr dichten Teppich bildet und es den Narzissen schwer macht, durchzukommen. Ich lockere mit einem Laubrechen die Blätter, verteile sie und lasse sie neben den Narzissen liegen, denn Laub ist ein wertvoller Humuslieferant.

Ich habe vergessen, meine Herbsthimbeeren zurückzuschneiden. Kann ich das jetzt noch nachholen?
Ja, ohne Probleme. Die Herbsthimbeeren treiben noch nicht aus, daher alle alten Triebe bodeneben abschneiden. Falls noch nicht geschehen, dann auch sofort Kompost, organischen Dünger und darüber eine Mulchschicht aus Holzfaser und Rinde auftragen.

Es wird so viel über Unkrautvernichtungsmittel gesprochen. Gibt es eine biologische Variante?
Ja, es gibt sogar eine Auswahl davon. Diese Mittel enthalten den natürlichen Wirkstoff der Pelargonsäure, die die Blätter innerhalb kürzester Zeit total verbrennt. Kurzlebige Wildkräuter werden damit komplett vernichtet, Wurzelunkräuter treiben aber wieder nach und müssen daher mehrmals behandelt werden.

Was jetzt im Garten und auf dem Balkon zu tun ist

Mit der Wärme kommt der Wachstumsschub.

  • Garten: Obstbäume können geschnitten werden, der Rosenschnitt ist jetzt an der Zeit. Beete vorbereiten und Salat und Kohlrabi setzen. Gesät werden Radieschen und Karotten, der Steckzwiebel kommt in die Erde. Auch viele Kräuter kommen nun ins Freie. Rasendünger besorgen und erst vertikutieren, wenn schon zweimal gemäht wurde.
  • Balkon & Terrasse: Oleander, Olive, Hanfpalme und Gewürzlorbeer kommen nun ins Freie. Dennoch bei (extremen) Kälterückschlägen mit Vlies schützen oder die Pflanzen wieder einräumen. Frühlingsboten, die nun oft im Topf angeboten werden, sind weitgehend frostfest.
  • Zimmer: Zimmerpflanzen beginnen wieder mit dem Wachstum. Pflanzen umtopfen und Blätter reinigen sowie mit dem Düngen beginnen. Südfenster sind nun wieder Tabu für viele Topfpflanzen. Hier verbrennen die Blätter.