Pionierprojekt Passivhaushotel in WienBilanz nach 12 Jahren: Wie sich die Öko-Idee beim Bauen rechnet

Ökopionierin und Hotelchefin Michaela Reitterer im Interview über die Kosten-Nutzen-Rechnung von Häusern mit Null-Energie-Bilanz, Lavendeldächer und grüne Fassaden.

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Grüne Fassaden und Dächer gehören mit zum Energie- und Wohlfühlkonzept. Hier ein Blick in den Innenhof des Boutiquehotels Stadthalle Wien © (c) GERD GOETZENBRUCKER
 

Sie haben vor mittlerweile 12 Jahren mit ihrem Boutiquehotel Stadthalle in Wien das weltweit erste Stadthotel als Passivhaus mit Nullenergiebilanz errichtet, in der Steinzeit der Nachhaltigkeit, wie Sie selber sagen. Wie sah damals die Kosten-Nutzen-Rechnung aus? Bis wann sollte sich die Investition rentiert haben?
MICHAELA REITTERER: Diese Frage hat sich mir nie gestellt, weil ich immer schon der Auffassung war: Wenn die Sonne scheint, der Wind weht und das Wasser darunter fließt, muss ich etwas damit machen, Häuser müssen auch Energie erzeugen. Die Amortisationszeiten hatten in vergangenen Jahren ja immer ihr Auf und Ab: Warme Winter, die Preise für fossile Energie, das alles hat ja einen Einfluss. Für mich war immer die Frage, womit ich mein Energiekonzept vergleichen hätte sollen. Mit Öl, Gas oder Fernwärme? Für mich wäre eine Gas- oder Ölheizung nie infrage gekommen. Man kann sich alles schönrechnen. Mir war das aber nicht wichtig. Es ging mir bei diesem Projekt auch nicht um einen Marketinggag. Ich habe es damals auf tiefster Überzeugung gemacht – erst danach sind alle gekommen und haben mir gratuliert. Ich wollte einfach ein Haus bauen, das seine Energie selbst erzeugt. Das war meine Motivation.

Kommentare (1)
lendlb
0
4
Lesenswert?

Ein ganz tolles Projekt!

Das ist der Weg in die Zukunft.