Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Im Schloss SchönbrunnKaiser Josef II. als Namenspatron für Heurigen

Jetzt ist es fix: Der geplante Heurige im Schloss Schönbrunn wird im Herbst eröffnet. Auch einen Betreiber gibt es schon.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Der Heurige in einem Nebentrakt von Schloss Schönbrunn wird nicht nur über aristokratisches Ambiente verfügen, sondern Geschichte auch im Namen tragen: Dieser wird "Joseph II." lauten. Das teilte die Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) der APA am Dienstag mit. Eröffnet wird das Lokal im Herbst 2021. Auch der Betreiber steht nun fest.

Klaus Panholzer, der Geschäftsführer der Gesellschaft, verweis darauf, dass es bereits unter Maria Theresia in Schönbrunn Weingärten gegeben hat. 1744 kaufte die Regentin das Grundstück nordöstlich des Gardetraktes für den Ausbau des ehemaligen Jagdschlosses zur kaiserlichen Sommerresidenz an, auf welchem sich die Rebfläche "Liesenpfennig" befand. Dort wird heute noch Wein angebaut.

Der Grundstein für den Wiener Heurigen wiederum sei von ihrem Sohn, Kaiser Joseph II., im Jahr 1784 per Dekret gelegt worden: Er erlaubte erstmals den Wiener Weinbauern den Ausschank des eigenen Weines. Darum sei er als Namenspatron gewählt worden, erklärte Panholzer.

Für das Lokal werden aktuell leerstehende Räumlichkeiten im Bereich des sogenannten "Kontrollorstöckl" mit einer Nutzfläche von ungefähr 350 Quadratmetern saniert - in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt, wie versichert wird. Neben den Innenräumen stehen auch Außenflächen mit einer Nutzfläche von etwa 130 Quadratmetern zur Verfügung. Der Heurige wird sowohl von der Schönbrunner Schloßstraße - was eine Abendöffnung ermöglicht - als auch über den Innenhof, dem sogenannten "Meidlinger Viereckl", zugänglich sein.

Im Innenraum wird der Heurige laut SKB rund 100, im Außenbereich etwa 75 Verabreichungsplätze bieten. Als Betreiber wurde die SHI Group unter der Geschäftsführung von Josip Susnjara ausgewählt, die am Areal bereits das Cafe Gloriette führt. Die angebotenen Weine sollen die "gesamte Bandbreite an Wiener Winzern" bieten, wurde versprochen - wobei vor allem die Betriebe der Wien-Wein-Gruppe zum Zug kommen sollen.

Speisekarte und Küchenkonzept unterstehen Thomas Huber vom Fuhrgassl-Huber. Angekündigt wurden hier Klassiker des Wiener Heurigen mit teilweise moderner Interpretation. Neben dem Heurigenbetrieb wird es im "Joseph II." auch einen Vinothekbereich mit Verkostungsmöglichkeiten und auch Verkauf von Flaschen und anderer Produkte geben.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.