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Mieten oder kaufenDiese vier Fragen sollten Sie sich vor dem Immobilienkauf stellen

Job, Ehepartner, Haus, Kinder: Diese vier Punkte galten lange Zeit als "der" Lebensplan schlechthin. Nutzen Sie den derzeitigen Stillstand, um sich über Ihre Lebensziele Klarheit zu verschaffen. Diese vier Fragen zeigen Ihnen, ob ein Immobilienkauf für Sie eine gute Wahl ist.

 

Habe ich genügend Grundkapital?

Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten, wenn es um den Haus- oder Wohnungskauf geht, ist die nach der Finanzierung. Die Regel funktioniert in der Regel durch einen Kredit. Damit ein Kredit jedoch in Frage kommt, sollten Sie genügend Eigenkapital vorweisen können – empfehlenswert sind 30 Prozent vom Kaufpreis.

Natürlich ist es auch möglich, sich gänzlich ohne Eigenkapital eine Immobilie zu kaufen. Dies ist allerdings wenig empfehlenswert, da der Kredit sehr teuer wird – theoretisch ist es aber machbar.

Wie abgesichert ist meine berufliche Situation?

Grundsätzlich sollten Sie sich stets, bevor Sie einen Kredit unterschreiben, die Frage stellen, wie es um Ihre berufliche Zukunft bestellt ist. Wenn Ihr Job Ihnen sehr sicher ist, oder der Lebenslauf Ihnen normalerweise im Handumdrehen eine neue Arbeitsstelle beschert, ist das die optimale Ausgangslage. Mit Situationen wie der derzeitigen Krise kann selbstverständlich niemand rechnen. Gerade das macht auch die Überlegungen von Punkt 1 sehr wichtig. Ein zusätzliches finanzielles Sicherheitskissen ist immer sinnvoll. 

Unterschreiben oder nicht? Vor der Aufnahme eines Kredits sollte genügend Eigenkapital vorhanden sein Foto © contrastwerkstatt

Wo sehe ich mich in der Zukunft?

Wenn Sie sich Ihre Immobilie zu Wohnzwecken anschaffen möchten, ist es ratsam, vor dem Kauf einen objektiven Blick auf Ihren eigenen Lebensstil zu werfen. Durch eine Immobilie ist man nämlich nicht nur finanziell, sondern auch örtlich für mehrere Jahre gebunden. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, später einmal ins Ausland zu ziehen, sollten Sie sich den Kauf besser noch einmal überlegen. Für wen absolute Flexibilität in der Lebensgestaltung eine Grundvoraussetzung ist, für den ist der Kauf einer Immobilie eventuell nicht das Richtige. Wenn Sie jedoch bereits mit beiden Beinen fest im Leben stehen und Ihren Wohnträumen endlich freien Lauf lassen möchten, stehen alle Ampeln auf Grün.

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Eine Immobilie sollte stets zu Ihrem Lebensentwurf passen Foto © didesign

Wie hoch ist der Mietpreisindikator?

Der Mietpreisindikator ist grundsätzlich ein gutes Entscheidungsinstrument, wenn man vor der großen Frage „Mieten oder Kaufen?“ steht. Er gibt an, nach wie vielen Jahren man so viel Miete gezahlt hat, wie die Immobilie im Kauf gekostet hätte.

So geht's

Folgendermaßen wird er errechnet:
Kaufpreis / Jahreskaltmiete = Mietpreisindikator

Wenn Sie daher grundsätzlich sehr lange in Ihrer neuen Wohnung leben möchten, kann es hilfreich sein, diese Rechnung in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen.

Wie hoch ist der Mietpreisindikator? Dieser kann bei der Entscheidung ob Mieten oder Kaufen hilfreich sein Foto © Syda Productions

Möchten Sie sich aber nur aufgrund dieser Überlegung eine Wohnung oder ein Haus kaufen, aufgepasst: Expertenstimmen meinen, dass der Wohnungskauf in dem Fall erst bei einem Indikator von unter 20 eine erwägenswerte Idee ist.

Außerdem sind die Kreditrückzahlungsraten meistens höher als die Mietraten und bei einem Kauf fallen beachtliche Mehrkosten an, wie zum Beispiel Notar-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Das heißt, dass man wohl mit mehr Jahren rechnen kann, als der Mietpreisindikator angibt.

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