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Tipps von Biogärtner Karl PlobergerSo klappt es mit der Blütenpracht im nächsten Jahr

Wenn jetzt die Zwiebeln und Knollen in die Erde kommen, dann legen Gärtnerin und Gärtner den Grundstein für ein blühendes Frühjahr. Hier sind die interessanten Fakten über die Frühjahrsblüher. Plus: Tipps für das Blütenmeer für Faule.

Jetzt aktiv werden für die Blütenpracht im Frühling © (c) Acik - stock.adobe.com (Beata Becla)
 

1. Zwiebeln

Am besten bekannt sind sie als Küchenzwiebeln. Die einzelnen Schalen sind das gut erkennbare Zeichen für diese unterirdischen Speicherorgane. Tulpen, Narzissen. Schneeglöckchen oder der Zierlauch - sie alle haben eine Zwiebel. Dennoch unterscheiden sich die Ansprüche: Narzissen und Zierlauch sollten möglichst früh in die Erde, denn sie bilden rasch Wurzeln.

Je mehr Wurzelmasse, desto kräftiger ist dann im Frühjahr das Wachstum. Anders ist es bei den Tulpen: Sie benötigen eine Bodentemperatur von unter sieben Grad. Erst dann beginnt das Wurzelwachstum. Daher sollte man mit dem Einsetzen dieser Zwiebelblumen sehr lange warten, besonders dann, wenn die Erde schwer und lehmig ist. Hier kann es nämlich sonst zu Fäulnis kommen. Interessant bei all diesen Zwiebeln: Die Blüte ist bereits jetzt fertig angelegt. Gut zu erkennen, wenn man eine Zwiebel auseinanderschneidet (leider ist sie aber dann kaputt).

So pflanzt man richtig

Ob Knollen, Zwiebeln oder Rhizome, generell gilt, die Höhe des Pflanzkörpers mal zwei ist die richtige Pflanztiefe. Immer darauf achten, dass die größeren Stücke in der korrekten Richtung in die Erde kommen. Bei den Kaiserkronen etwa ist das oft schwierig, weil sie früh Wurzeln treiben. Tipp: Dort, wo sich in der Zwiebel ein Loch befindet, ist oben. Bei allen Frühlingsblühern ist zu beachten: immer für eine gute Drainage mit Splitt oder grobem Sand sorgen.

2. Knollen

Die bekanntesten Knollen sind die Erdäpfel. Hier sind keine einzelnen Schalen erkennbar, sondern eine dicke fleischige Substanz. Typisch für die Frühlingsblüher ist dafür der Krokus. Bei den Sommerblühern sind es Gladiolen oder Dahlien. Das Speicherorgan beinhaltet alles, was die Pflanze zum Wachstum braucht, und sie zehrt es völlig auf, wenn das Wachsen beginnt. Dann bildet die Pflanze eine neue Knolle mit seitlichen Brutknollen. So vermehrt sie sich, je nach Sorte einmal mehr, einmal weniger. Das Geniale bei den Krokussen, man muss sie nicht in der „richtigen“ Richtung setzen, der Austrieb erfolgt immer nach oben.

Blütenmeer für Faule

Wer Bereiche im Garten hat, die für keine anderen Bepflanzungen genutzt werden, wie etwa unter frei wachsenden Hecken, großen Bäumen oder Sträuchern, der kann dort Blumenzwiebeln zum Verwildern ausbringen. Ideal dafür sind Schneeglöckchen, Winterlinge, Blausternchen, Schneeglanz, Traubenhyazinthen oder Anemonen.

All diese Pflanzen lassen sich flächig setzen. Am bequemsten geht das so: Erde, soweit es geht, lockern und dichten Bewuchs (Gras und Unkraut) entfernen. Dann streut man die genannten Zwiebeln in Gruppen aus. Man muss sie nicht so platzieren, dass die Zwiebel nach oben zeigt. Anschließend mit gut abgelagertem Kompost etwa zehn Zentimeter bedecken. Später dann die Fläche noch mit gehäckseltem Laub mulchen. Im Frühjahr wird hier ein Blütenmeer auftauchen, das sich dann über die Jahre immer weiter ausbreitet.

3. Rhizome

Sie findet man zum Beispiel beim Maiglöckchen, dem Buschwindröschen, dem Spargel oder dem Bambus. Diese Wurzelteile dienen einerseits zum Speichern von Nährstoffen, aber auch zum Vermehren. So lassen sich Pflanzen mit Rhizomen ganz leicht mit einem scharfen Messer in Stücke teilen. Ist eine Knospe vorhanden, dann entsteht daraus wieder eine Pflanze.

Karl Ploberger

Biogärtner Karl Ploberger gibt auch live Gartentipps unter: biogaertner.at

Daher haben diese Geschöpfe manchmal einen ziemlich kräftigen Ausbreitungsdrang. Extrem lästig kann dieser beim Bambus sein, denn seine Wurzeln reichen Dutzende Meter weit. Wenn jetzt die Zwiebeln und Knollen in die Erde kommen, dann legen Gärtnerin und Gärtner den Grundstein für ein blühendes Frühjahr.

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