GartenzauberEinblicke in ein prächtiges Stück Asien vor der Haustür

Lust auf einen eigenen Asiagarten? Yuko Yamaoka und Werner Koller haben sich in Sankt Marein bei Graz einen zauberhaften asiatisch inspirierten Garten angelegt - eine wunderbare Mischung aus Exotik und Heimat. Er ist auch zu besichtigen.

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Yuko Yamaoka und Werner Koller © (c) oliver wolf
 

In Japan hatte Werner Koller seine Frau Yuko Yamaoka kennengelernt. Mehr als zehn Jahre lebten sie in dem Land, auch ihre Tochter ist in Japan geboren. Dann zog die Familie in das Elternhaus in Sank Marein bei Graz und ging 2007 daran, auf einem Grundstück von rund 1400 Quadratmeter Fläche, davon etwa 700 Quadratmeter Freifläche einen asiatisch inspirierten Garten anzulegen. 

Um das Budget nicht zu strapazieren, kaufte er kleine Pflanzen, probierte, lernte, grub an einer Stelle aus und setzte an anderer wieder ein. Meterbreite Thujen, die dem Garten Platz raubten, wichen einem Holzzaun, Birnbäume aus dem Altbestand ließ man stehen. Doch um sie herum ist nichts mehr, wie es war. Hier gewinnt man Einblicke:

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Asia-Garten: Ungewöhnliches Gartenprojekt

Asien vor der Haustür

2007 startete Werner Koller das Projekt „Japangarten“ rund um sein Elternhaus - eine Hommage an ein Land, in dem er mehr als zehn Jahre mit seiner Frau gelebt hatte. 

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Genial geplant

Yuko Yamaoka und Werner Koller leben mit ihren drei Kindern in Sankt Marein bei Graz.

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Asiagarten

Der Garten ist ein Reich für sich. Statt des gängigen Auftritts - Rasen, Obstbaum, Thujenhecke - schuf man auf etwa 700 Quadratmeter Fläche einen asiatisch inspirierten Traumgarten.

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Lotosblüten

An zwei Stellen wachsen Lotosblüten - ein Biotop ist fast vollständig von den großen Blättern bedeckt. Erst vor rund eineinhalb Jahren pflanzte sie Werner Koller aus.

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Verschlungene Wege

Teils führen Trittstufen aus Lavagestein durch den Garten, der ein Miteinander aus exotischen und heimischen Pflanzen ist.

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Schmuck

Zwischen den Pflanzen tauchen kleine Pagoden, Buddhastatuen, Blüten aus Edelrost und diese Vogeltränke auf.

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Gelungene Kombination

Fünf Bambusarten finden sich in dem asiatisch inspirierten Garten zwischen anderen Exoten und heimischem Altbestand – etwa knorrigen Birnbäumen.

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Vielfalt

Sattgrüner Bambus wechselt sich mit Ahorn, Baumpäonien, Blumenhartriegel, Scheinkamelien und Magnolien ab. Neben einem Holzpavillon wächst Vivax Riesenbambus in einem kleinen Wäldchen.

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Steine

Ein ausgepflanzter Bonsai reicht dem Hausherrn bis zur Hüfte. Steine finden sich in vielfältiger Form und Größe.

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Blütenpracht

Im August blühen die Lotosblüten.

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Pflanzenpracht

Um das Budget nicht zu strapazieren, kaufte Werner Koller immer kleine Pflanzen und wartete dann ab, wie sie sich entwickelten.

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Reihe

Der Garten sollte auch als Kulisse für die asiatischen Einrichtungsgegenstände und Accessoires dienen, mit denen das Ehepaar in seinem Unternehmen "Omoroi-ya" handelt. Das bedeutet auf Japanisch in etwa "interessantes Wohnen".

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Feingliedrig

Gräser, Farne, Ahorn, Azaleen, Schachtelhalm, Rhododendren und Kiefern bilden die verwobene Basis.

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Verwandlung

Meterbreite Thujen, die dem Garten Platz raubten, wichen einem schmalen Holzzaun. Auf der einstigen Rasenfläche wächst heute eine zauberhafte Vielfalt.

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Bambussprossen

Um dem Bambus im Garten Herr zu werden sticht Werner Koller die Sprossen im April/Mai, um sie zu schälen, zu kochen und sie unter anderem im Wok zu verspeisen.

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Terrasse

Schlängelt sich ein aus der Rhizomsperre entkommener Bambus durch die Eichenterrasse, wird er abgeschnitten. "Wenn man den Bambus zwei, drei Jahre hindurch abschneidet, kommt er an der Stelle nicht mehr nach“, sagt Werner Koller. 

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Der Garten sollte auch als Kulisse für asiatische Möbel und Gartenaccessoires dienen, die zum Verkauf stehen. Jeden Samstag ist der Omoroi-Ya-Garten von 10 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet (außer
Jänner/Juli). Außerdem im Rahmen des „Asia-Basars 2019“: 8.–10. und 15.–17. 11., 10–18 Uhr.

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