1. Handtücher und Wassergefäße

Methode: Ein nasses Handtuch wird über den Heizkörper gehängt.

Das bringt es: Der nasse Stoff gibt Feuchtigkeit an die Luft ab. Je nach Raumgröße braucht es aber für ein spürbares Ergebnis mitunter mehrere Handtücher. Zur Sicherheit kontrolliert man das mit einem Hygrometer
(zuverlässige Geräte für den Hausgebrauch gibt es bereits um etwa 20 Euro).

Der Nachteil: Der Stoff gibt anfangs viel Feuchtigkeit ab, mit der Zeit aber immer weniger. So schläft man in den späten Nachtstunden wieder „im Trockenen“. Zuverlässiger sind großflächige Wasserschalen oder Zimmerbrunnen – in beiden Fällen muss das Wasser regelmäßig gewechselt werden. Man ist aufs Experimentieren angewiesen und sollte überprüfen, ob die Verdunstung tatsächlich ausreicht.

Auch Gefäße, die mit Wasser gefüllt sind, werden gern an Heizkörpern befestigt. Meist sind sie jedoch zu klein und zu schmal, die Luftfeuchtigkeit kann nur unmerklich gesteigert werden. Wird das Wasser nicht regelmäßig gewechselt, bilden sich Keime, die mit der Verdunstung des Wassers in die Atemluft übergehen.

2. Verdampfer

Methode: Bei diesen Luftbefeuchtern wird das Wasser vor dem
Ausstoß zum Sieden gebracht.

Das bringt es: Durch das Erhitzen werden mögliche Erreger abgetötet. Der Wasserdampf tritt selbstständig aus und wird nicht wie bei anderen Geräten mithilfe einer Pumpe an die Luft befördert. Viele Geräte haben außerdem eine Kältekammer eingebaut, die Gefahr allzu heißen Dampfs ist somit gebannt. Mit einem etwa vier Liter großen Wasserbehälter sollte man in einem rund 25 Quadratmeter großen Raum gut über die Nacht kommen. Kostenpunkt: ab 50 Euro.

Der Nachteil: Die Geräte brauchen mehr Energie – vor dem Kauf unbedingt auf die Energiebilanz achten! Manche Verdampfer brodeln vor sich hin und stören so den Schlaf.

3. Ultraschallbefeuchter

Methode: Diese Geräte erzeugen mit Hilfe von Ultraschall feinsten Wassernebel.

Das bringt es: Die Luft wird durch feine Dampfteilchen feuchter, großteils sind die Geräte auch für die Zugabe von Aromastoffen geeignet. Sie brauchen verhältnismäßig wenig Strom. Geräte mit etwa drei Liter Fassungsvermögen können die Raumluft von rund 25 Quadratmetern ausreichend mit Feuchtigkeit anreichern. Kostenpunkt: ab 40 Euro.

Der Nachteil: Leider können die Geräte schnell verkeimen. Generell sollte man darauf achten, dass sie zerlegbar und gut
zu reinigen sind.

4. Verdunster

Methode: Die Luftbefeuchter sorgen mit einem feinen Sprühnebel für Feuchtigkeit im Raum.

Das bringt es: Als leichte Brise wird es oft empfunden, wenn ein Verdunster zum Einsatz kommt. Er hat meist einen geringen Stromverbrauch und läuft relativ leise. Verdunster filtern Partikel aus der Luft, saugen die Luft durch eine poröse Matte. Rund zwei bis drei Liter Behältervolumen reichen oft für einen rund 25 Quadratmeter großen Raum aus. Kostenpunkt: ab etwa 80 Euro.

Der Nachteil: Die Geräte verkeimen schnell, mitunter bildet sich auch Schimmel, obwohl sie gereinigt werden. Manche Hersteller setzen mit mehr oder weniger Erfolg auf antibakterielle Filter.

5. Pflanzen

Methode. Grünpflanzen können zum positiven Raumklima beitragen. Ficus, Philodendron, Zyperngras, Zimmerlinde, Grünlilie, Aralie, Drachenbaum oder/und Sansevieria werden im Zimmer verteilt.

Das bringt es: Bis zu 90 Prozent des Gießwassers wird über die Blätter an die Raumluft abgegeben, deshalb sind großblättrige Pflanzen gut geeignet, will man mehr Feuchtigkeit in die Räume holen. Je mehr Pflanzen, desto größer die Wirkung. Manche filtern Kohlendioxid aus der Luft (Orchideen, Aloe, …) und auch können helfen, die  Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Der Nachteil: Pflanzen allein reichen meist nicht aus, es sei denn man
legt sich einen Dschungel an. Erde neigt bei Übergießen zu Schimmelbefall, deshalb im Innenraum zu Tongranulat greifen. Nicht alle Pflanzen eignen sich fürs Schlafzimmer.