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Forschung und EntwicklungTop-3: Steiermark zählt zu den stärksten Regionen Europas

Die Steiermark bleibt nach der jüngsten Erhebung der Forschungs- und Entwicklungsquoten unter den besten Regionen in der EU.

© dieindustrie.at/M. Kniepeiss
 

Mit einer der nun neu errechneten Quote von 4,91 Prozent für das Jahr 2017 (zwei Jahre davor, also 2015 waren es noch 5,14 Prozent gewesen) liegt die Steiermark im Vergleich aller EU-Regionen vorläufig auf Platz drei hinter dem deutschen Baden-Württemberg mit 5,64 Prozent im Jahr 2017 und dem dänischen Hovedstaden mit 4,99 Prozent, allerdings mit Zahlen aus 2016.

Für das Jahr 2017 liegen noch nicht alle Vergleichsdaten der EU-Regionen vor, aber jene von Schweden und Deutschland sind da und diese zählen zu den besten. Die Region Västsverige ist Spitzenreiter in Schweden mit einer F&E-Quote in Höhe von 4,86 Prozent für 2017. Sie landeten damit hinter der Steiermark.

"Zusätzliche Arbeitsplätze und Lebensqualität"

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und LH Hermann Schützenhöfer (beide ÖVP) teilten via Aussendung mit, dass man mit den 4,91 Prozent weiterhin mit großem Abstand das "innovativste Bundesland" Österreichs sei. "Insgesamt werden pro Jahr 2,32 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Dafür verantwortlich sind in erster Linie unsere Betriebe, die jährlich 1,71 Milliarden Euro investieren. Dieses große Engagement sorgt für Wertschöpfung, zusätzliche Arbeitsplätze und Lebensqualität", so Eibinger-Miedl. Die Investitionen des öffentlichen Sektors betrugen 607 Millionen Euro. Damit werden 73,8 Prozent der steirischen F&E-Ausgaben von den Unternehmen getätigt.

"Die intensive F&E-Tätigkeit der Industrie und der wissenschaftlichen Einrichtungen sehen wir als Rückgrat der Steiermark und als wesentlichen Standortfaktor,“ betont auch Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark. „Die steirische Wertschöpfung konnte zuletzt deutlich gesteigert und damit das Kernziel von Forschung erfüllt werden – eine leicht gesunkene F&E-Quote bei gestiegenen F&E-Ausgaben ist somit auch Beleg für die gelingende Übersetzung von Forschung in Innovation und Produktion.“, so Knill.

Steiermark vor Wien und Oberösterreich auf Platz 1

Die F&E-Quote ist der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am gesamten Bruttoregionalprodukt einer Region. Das steirische Bruttoregionalprodukt stieg von 2015 bis 2017 um 8,1 Prozent auf 47,2 Mrd. Euro. Dennoch blieb die Quote hoch, jubelten die Steirer. Hinter der Steiermark folgt innerhalb Österreichs Wien mit einer F&E-Quote von 3,56 Prozent vor Oberösterreich mit 3,46 Prozent. Der Österreichschnitt liegt bei 3,05 Prozent. In der Europäischen Union lag die F&E-Quote 2017 bei 2,06 Prozent. Die Zahlen werden im Zweijahrestakt erhoben und verglichen.

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