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CargillBericht gibt Einblicke in "schlimmste Firma der Welt"

Kaum jemand kennt den US-Agrarkonzern Cargill. Die Umweltschutzorganisation Mighty Earth listet jetzt in einem Bericht die Verfehlungen des weltweit agierenden Unternehmens auf.

Cargill wird auch für das Abholzen von Regenwald verantwortlich gemachtn
Cargill wird auch für das Abholzen von Regenwald verantwortlich gemacht © (c) APA/AFP/PETER MARTELL (PETER MARTELL)
 

Die Umweltschutzorganisation Mighty Earth hat einen Bericht über den US-Agrarkonzern Cargill veröffentlicht.

Kaum jemand kennt den Namen des Unternehmens, das aber mit 155.000 Mitarbeitern in 70 Ländern einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar erzielt.

Mighty Earth bezeichnet Cargill in dem Bericht als "die schlimmste Firma der Welt".

Cargill (Wikipedia)

Cargill Incorporated ist ein multinationales Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Wayzata, Minnesota, USA befindet. Das Unternehmen befasst sich mit Lebens- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen.

Der weltweit agierende Konzern baut laut einem Bericht im Spiegel  Baumwolle, Weizen, Ölsaaten, Mais, Gerste sowie Hirse an und verkauft, transportiert, lagert und verarbeitet die Rohstoffe. Außerdem stellt Cargill Futtermittel (und Zusatzstoffe) für Rinder, Schweine, Geflügel und Fische her, berät US-Bauern und bietet weltweit Risikomanagement-Dienstleistungen an. Der Konzern ist außerdem der größte Hersteller von Rinderhackfleisch und bratfertigen Hamburgern weltweit, einer der Hauptkunden ist McDonald's, für den Cargill auch die Chicken McNuggets herstellt. Cargill stellt aber auch Lebensmittel wie Kakao und Schokolade, Glasuren und Füllungen, Tortillas, Salz, Öle und Fette, Süßungsmittel, Fleisch- und Eiprodukte her. Mit einem Wort: Niemand entkommt den Produkten des Unternehmens.

Der aktuelle Bericht von Mighty Earth listet jetzt auf 50 Seiten die möglichen Verfehlungen des Unternehmens auf. Es ist eine Sammlung aus eigenen Recherchen, öffentlichen Verfahren gegen Cargill und Erkenntnissen von Behörden und anderen Organisationen.

In Südamerika ist Cargill laut dem Bericht dafür verantwortlich, dass große Flächen Regenwald für den Sojaanbau abgeholzt werden. 2017 recherchierte Mighty Earth in Brasilien und Bolivien und veröffentlichte die Erkenntnisse. Demnach finanziere Cargill die Rodungen, baue Straßen und Silos und verschiffe das Soja in die USA, nach China und nach Europa.

In Ghana und der Elfenbeinküste kaufe Cargill Kakaobohnen von Plantagen, die auf gerodeten Flächen in Nationalparks angelegt wurden. Zwar hatte sich Cargill - nach Medienberichten darüber - dazu verpflichtet, diese Praxis zu stoppen. Als Mighty-Earth-Mitarbeiter das nachprüften, stellten sie fest, dass die Abholzung nicht gestoppt wurde - sie ging sogar schneller voran als je zuvor.

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