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"Verzweifelt"Elektroauto-Hersteller Tesla bettelt um Geld

Der amerikanische E-Auto-Bauer steckt tief in den roten Zahlen und fordert jetzt Geld von seinen Zulieferern zurück. Manche sollen sogar Geld für bereits erbrachte Leistungen zurückgeben "Das ist aberwitzig und zeigt, dass Tesla verzweifelt ist."

Tesla-Schauraum (in Peking) © APA/AFP/WANG ZHAO
 

Der US-Elektroautobauer Tesla fordert laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Geld von Zulieferern zurück. Tesla habe vergangene Woche an einige seine Zulieferer eine entsprechende Aufforderung geschickt.

Darin werde die Rückzahlung als "Investition" in das Unternehmen bezeichnet, die ein langfristiges Wachstum beider Geschäftspartner ermögliche. Tesla wollte den Bericht nicht kommentieren. Das Unternehmen teilte aber mit, es habe Zulieferer zu Preisnachlässen aufgefordert. Dies sei "Standard" in Verhandlungen mit Zulieferern zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Das "Wall Street Journal" zitierte den Zulieferer-Experten Dennis Virag, wonach es durchaus üblich ist, von Zulieferern während eines laufenden Vertrags Preisnachlässe zu fordern, völlig unüblich jedoch, Erstattungen nach Abschluss einer Leistung zu verlangen. "Das ist einfach skurril und zeigt, dass Tesla verzweifelt ist", so Virag. Das Unternehmen sorge sich um seine Profitabilität - die seiner Zulieferer sei ihm egal.

Tesla kämpft mit der Produktion des Model 3, mit dem Unternehmenschef Elon Musk den Massenmarkt erobern will. Das Modell soll umgerechnet 30.000 Euro kosten, nach Angaben von Ende März liegen 450.000 Vorbestellungen vor.

Der Elektroautobauer verbrennt für die Entwicklung viel Geld und steckt tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal belief sich der Verlust auf eine Milliarde Dollar (857 Millionen Euro). Die Ergebnisse für das zweite Quartal will das Unternehmen am 1. August veröffentlichen.

Kommentare (6)

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Kunierer
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Tesla fahren ist ein Statussymbol

denn schon aufgrund des hohen Preises wir es für viele ein Traum bleiben so wie das Porschefahren. Die Asiaten werden da in den nächsten Jahren noch kräftig mitmischen so daß bald auch Autos wie der Nissan Leaf und Hyundai/Kia in Schlagdistanz zum Tesla Mod.3 das man bisher nur aus Zeitungsberichten kennt, sind. Bisher blicken noch Tesla Fahrer verächtlich auf andere E-Autofahrer herunter dies wird sich aber bald ändern.

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Zedus
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Antwort an @ElectrekCo
Only costs that actually apply to Q3 & beyond will be counted. It would not be correct to apply historical cost savings to current quarter. - Elon Musk

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gerbur
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Mittlerweile auch in Österreich

den Tesla Fahrern klar geworden, dass dieses Auto viele Kinderkrankheiten hat. Und das Problem der Ersatzteilbeschaffung ist gravierend! Ist halt ein typisches US Auto, mit erbärmlicher Fertigungsqualität und haarsträubenden Qualitätsmängeln bei vielen Komponenten.

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1804591reit
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Den Nagel auf den Kopf getroffen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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wintis_kleine
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Und obendrein

würde ich im tobenden Handelsdisput mit dem trumpschen Amerika sowieso keine Produkte von dort kaufen. Abgesehen davon, dass in Europa mittlerweile zumindest ebenbürdige E-Autos angeboten werden und mit den Herstellern aus Fernost Produkte auf den Markt kommen, von denen Tesla nur träumen kann (sowohl qulitativ als auch von der Alltagstauglichkeit her).
Und nur einen Tesla zu kaufen , damit man einen TESLA fahren kann, ist genau so sinnvoll wie ein Iphone zu kaufen, damit man telefonieren kann.

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Zedus
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Wissen

Wie sich immer wieder zeigt ist wissen, wie man ein Auto baut keine Garantie um ein brauchbares E-Auto zu bauen.
Jaguar hats immerhin versucht, aber noch weit hinten. Verbrauch vom iPace 29kWh/100km, angegebene Ladezeiten und Reichweite werden bei weitem nicht erreicht.
Aktuell ist Tesla nach wie vor der Benchmark an dem sich alle messen müssen, auch wenn die Verarbeitung bei Model S und X hinterher hinkt.

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