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Konjunktur in ÖsterreichVerbesserung am Arbeitsmarkt verliert langsam an Schwung

Die Hochkonjunktur in Österreich hält an, auch wenn es seit Jahresbeginn eine geringe Abschwächung gibt.

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THEMENBILD: ARBEITSMARKTSERVICE © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Im zweiten Quartal lag das BIP-Plus bei drei Prozent. Für das Gesamtjahr ist weiterhin mit einem BIP-Anstieg von 2,8 Prozent zu rechnen, zeigt der aktuelle Bank-Austria-Konjunkturindikator. Die Verbesserung am Arbeitsmarkt verliert allerdings an Schwung.

Nach einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent heuer sinkt die Arbeitslosenquote 2019 laut der Bank Austria-Prognose nur leicht auf 7,6 Prozent. Das saisonbereinigte Beschäftigungswachstum verliert an Tempo und die Anzahl der Arbeitssuchenden nimmt nur noch marginal ab. Mitbegründet wird das damit, dass das Arbeitskräfteangebot wieder etwas stärker zunimmt. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag zur Jahresmitte bei 7,8 Prozent.

Lage am Arbeitsmarkt nur noch geringfügig verbessert

"In den kommenden Monaten wird sich bedingt durch die nicht mehr ganz so kräftige Konjunktur die Lage am Arbeitsmarkt nur noch geringfügig verbessern. Wir erwarten im Jahresdurchschnitt 2018 eine Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent und für 2019 einen nur noch geringen Rückgang auf 7,6 Prozent, da sich das Wachstum der Beschäftigung und des Arbeitskräfteangebots einander angleichen werden", so UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. "Damit wird die Arbeitslosenquote strukturell bedingt weiterhin deutlich höher als vor der Finanzkrise sein." Im Jahr 2008 vor Ausbruch der Finanzkrise und vor Öffnung des Arbeitsmarkts für die neuen EU-Mitglieder betrug die Arbeitslosenquote 5,9 Prozent.

In der ersten Jahreshälfte betrug das Wirtschaftswachstum in Österreich knapp über drei Prozent im Jahresvergleich. Das entspricht der höchsten Dynamik seit der ersten Jahreshälfte 2011, als die Erholung nach der Rezession infolge der Finanzkrise 2008/2009 einsetzte.

Gestiegene Risiken durch Eskalation des Handelsstreits

Die Konjunkturstimmung hat sich Mitte des Jahres 2018 stabilisiert, teilte die Bank Austria am Freitag mit. Das Wirtschaftswachstum werde sich in Österreich trotz des risikoreicheren Umfelds auf ein solides Tempo einpendeln. "Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator erreichte im Juni unverändert zum Vormonat 3,9 Punkte. Im zweiten Quartal konnte damit zwar das 10-Jahres-Hoch vom Startquartal nicht mehr erreicht werden, die durchschnittlich 4,0 Punkte verdeutlichen allerdings den weiterhin sehr kräftig wehenden Rückenwind für die heimische Konjunktur", so UniCredit Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. "Nach dem Anstieg des BIP von 3,4 Prozent zu Beginn 2018 gehen wir für das zweite Quartal von einem kaum geringeren Plus von knapp über 3 Prozent im Jahresvergleich aus."

"Nach dem starken Jahreswechsel hat sich das Wachstumstempo der österreichischen Wirtschaft zur Jahresmitte 2018 hin stabilisiert. Die meisten Stimmungsindikatoren sind auf einem Niveau, das auch in der zweiten Jahreshälfte eine solide Konjunkturdynamik von mehr als 2 Prozent erwarten lässt. Trotz gestiegener Risiken durch die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China halten wir an unserer Wachstumsprognose von 2,8 Prozent für das Gesamtjahr 2018 unverändert fest", sagt Bruckbauer.

Privater Konsum legt weiter zu

Die Wachstumsimpulse werden auch in der zweiten Jahreshälfte und darüber hinaus überwiegend von der Inlandsnachfrage kommen, so die Bank Austria. Der starke Anstieg der Beschäftigung und der etwas gestiegene Lohnauftrieb werden den privaten Konsum weiter kräftig in Schwung halten. Auch die Investitionsnachfrage entwickelt sich sehr dynamisch, denn die Kapazitätsauslastung der heimischen Wirtschaft liegt spürbar über dem langjährigen Durchschnitt und die Auftragslage ist anhaltend gut.

Die Inflation steigt wegen des höheren Ölpreises leicht auf 2,2 Prozent im Gesamtjahr.

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botschafter1
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Durch

die Einstellung des "Beschäftigungsbonus" und der "Aktion 20000" wird es negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt geben.
Aber das ist für Kurz und Strache wahrscheinlich nicht so wichtig.
Wichtig für Kurz und Strache ist, dass die Interessen der Großkonzerne und der
Finanzindustrie überwiegend gewahrt bleiben.
Der neuen österreichischen Bundesregierung fehlt es an Empathie und sozialer Kompetenz.
Anders kann man den Sozialabbau (Einstellung der "Aktion 20000" und des Beschäftigungsbonus) nicht erklären.
Angedeutet hat sich das während der Koalitionsgesprächen sowieso schon. Wie man sieht, betreffen diese Rückzieher beide nicht Einsparungen bei den Asylsuchenden, für die viele Wähler ihr Kreuzerl so überzeugt bei ÖVP oder FPÖ gesetzt haben, sondern Herrn und Frau Österreicher. Viele FPÖ-Wähler haben mehr oder weniger die Katze im Sack gekauft.
Dass sich hier in den Foren trotzdem sofort viele Stimmen finden, die das gutheissen, kann nur bedeuten, dass die Leserschaft hochbegüterte Leute sind, was ich weniger glaube, Pensionisten die meinen, sie geht das zum Glück sowieso nichts mehr an, und/ oder bezahlte Kampfposter aus den politischen Umfeld der beiden Parteien.

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