Trainingsgerät Wie ein steirischer "Fingerschinder" Gutes tun kann

Preisgekrönt: Ein Grazer Designer und zwei oststeirische Tischlereien bauen ein mobiles Ganzkörper-Trainingsgerät aus Holz. Jetzt läuft die Finanzierungsrunde via Crowdfunding an.

Designer trifft Tischler: Jakob Glasner (links) und die Familie Deutscher
Designer trifft Tischler: Jakob Glasner (links) und die Familie Deutscher © Fingerschinder
 

Mit dem Jahr 2020 und den Sommerspielen in Tokio wird Klettern ein olympischer Sport. Eine Symbiose, die dem steirischen Designer Jakob Glasner als Inspiration diente. Neben der Frage, wie sich eigentlich der gesamte Körper - inklusive Finger - mit einem einzigen mobilen Gerät trainieren lässt.

Glasners Antwort für Kletterer, Kraftsportler oder Crossfitathleten nennt sich wenig romantisierend „Fingerschinder“. Neben bereits etablierten Produkten, zwei speziellen Holzleisten - im Kletterjargon: Fingerboard -, tüftelte der Designer nun auch an einer ringförmigen Lösung. Während die eine Seite für klassische Turnübungen verwendet wird, trainiert man dank integrierter Griffschlitze alle Muskeln bis in die Fingerspitzen.

Auch bei der Produktion dabei: Tischlerei Fadenberger
Auch bei der Produktion dabei: Tischlerei Fadenberger Foto © Fingerschinder

Was das Projekt zusätzlich spannend macht: Für die nachhaltige Produktion des Holzrings zeichnen zwei kleine steirische Tischlereien Deutscher und Fadenberger verantwortlich. Eine erste Honorierung der lokalen, ökologischen Teamarbeit: Beim österreichischen Staatspreis für Design holte sich Glasner den „Design Concepts“-Preis.

Nun denkt der Designer an die Serienproduktion. Um die Anschaffung der notwendigen Fräßköpfe zu finanzieren, ist vor ein paar Tagen eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter angelaufen. Das erste Finanzierungsziel ist bereits erreicht, noch bis Weihnachten sollen erste Unterstützer ihre Fingerschinder-Ringe bekommen.

Die Fingerschinder-Ringe im Einsatz
Die Fingerschinder-Ringe im Einsatz Foto © Fingerschinder

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