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KonjunkturHandwerk bittet um Verständnis: Viele Waren von Materialknappheit betroffen

Lieferverzögerungen und Preissteigerungen: Bei den Waren, die von massiven Lieferausfällen betroffen sind, geht es praktisch um alles, was gebraucht wird - Kunststoffe, Metalle, Holz, Dämmstoffe und elektronische Produkte.

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Die Konjunktur springt nach den Lockdowns wieder an
Die Konjunktur springt nach den Lockdowns wieder an © APA/BARBARA GINDL
 

Die Konjunktur springt nach den Lockdowns wieder an. "Wir haben mit Materialknappheit, Lieferverzögerungen und Preissteigerungen zu kämpfen", sagt die Obfrau der Gewerbe- und Handwerkssparte in der Wirtschaftskammer, Renate Scheichelbauer-Schuster. Jetzt wo durchgestartet werde, sei die Handbremse deswegen etwas angezogen. "Das ist finanziell belastend, sehr ärgerlich und schwierig." Die Elektro-Unternehmerin appelliert auch ans Verständnis und die Geduld der Kunden.

"Länger als üblich"

"Wir tun das Allermöglichste, um Schwierigkeiten für die Kunden zu verringern", sagte Scheichelbauer-Schuster am Montag. "Das Handwerk und das Gewerbe bemühen sich sehr um die Kundschaft. Leider dauern die Lieferzeiten derzeit aber länger als üblich." Es geht praktisch um alles, was gebraucht wird - Kunststoffe, Metalle, Holz, Dämmstoffe und elektronische Produkte.

Hauptgrund für die Verzögerungen sei die große Nachfrage. "Da sieht man, wir sind mitten in der Erholung nach der Pandemie." Erschwerend sei hier, dass die meisten Unternehmen zu Beginn der Pandemie Bestellungen zurückgefahren und auf die Reduktion von Lagerbeständen gesetzt hätten. "Jetzt herrscht ein weltweites Ringen um die Rohstoffe." Jetzt würde nicht nur Material gebraucht, es würden auch Vorräte angelegt.

Alternativen für Betriebe

Die niederösterreichische Unternehmerin geht davon aus, dass der derzeitige Zustand nicht länger als einige Monate anhalten dürfte. Um die Auswirkungen möglichst gering zu halten, setzten die heimischen Betriebe aufs weitere Aufbrauchen der Lager und den Einsatz alternativer Werkstoffe. Auch mit Sondersortiment-Bestellungen - große Bestellmengen, um den Preis geringer zu halten - werde vorgegangen.

Auf Entspannung wird auch aufgrund steigender Frachtverkehrsleistungen gehofft. Zudem wird die Rohstoffproduktion stark hochgefahren.

Wie lange nun ein heimischer Kunde länger auf seine neuen Möbel und Co warten müsse, kann man laut Scheichelbauer-Schuster im Einzelfall nicht sagen. Sie appellierte nicht nur an die Geduld der Kunden, sondern weiters an diese, sich mit deren Firmen abzusprechen und nicht die Flinte ins Korn zu werfen. "Wir brauchen die Aufträge jetzt. Die Lieferschwierigkeiten haben ein Ablaufdatum. Wir können die Krise nachhaltig hinter uns lassen."

Kommentare (2)
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bitteichweisswas
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2
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Mit der Kurzarbeit hat die Materialknappheit sicher nichts zu tun ...

wolte
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Wahnsinn!!!!

Jetzt z.B. ein Haus zu bauen ist bei den wahnsinnigen Preissteigerungen der Rohstoffe finanzieller Selbstmord!!!
Bis zu 40 % mehr kostet ein Hausbau zur Zeit!!!