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Massive VerlusteStaaten verlieren durch Umstieg auf E-Autos Milliarden an Steuern

Energie-Agentur prognostiziert 40 bis 55 Milliarden Dollar weniger Einnahmen. Kurzfristig könnten Mineralölsteuern erhöht werden, um das bisherige Steueraufkommen zu erhalten.

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Kurzfristig könnten Mineralölsteuern "angepasst", also erhöht werden, um das bisherige Steueraufkommen zu erhalten
Kurzfristig könnten Mineralölsteuern "angepasst", also erhöht werden, um das bisherige Steueraufkommen zu erhalten © Sandor Jackal - stock.adobe.com
 

Weltweit wird der Umstieg auf Elektroautos gefördert. Die Regierungen sollten aber bedenken, dass dieser Umstieg zu massiven Steuerausfällen führen wird, warnt die Internationale Energie Agentur (IEA) in einem jüngst veröffentlichten Bericht. Im Jahr 2030 könnten so den Staatshaushalten 40 bis 55 Milliarden Dollar (bis zu 45 Milliarden Euro) an Einnahmen entgehen, je nachdem wie schnell der Umstieg über die Bühne geht.

Der Rückgang der Steuereinnahmen sei dabei nicht auf eine geringere Besteuerung von Strom im Vergleich zu Mineralölprodukten zurückzuführen, sondern vor allem auf den geringeren Energieverbrauch beim Betrieb der Elektrofahrzeuge, schreibt die IEA im Bericht "Global EV Outlook 2021". Die Regierungen weltweit sollten sich darauf einstellen und Maßnahmen überlegen, um dem Einkommensausfall entgegenzuwirken.

"Mineralölsteuern anpassen"

Kurzfristig könnten Mineralölsteuern "angepasst", also erhöht werden, um das bisherige Steueraufkommen zu erhalten. Mittelfristig sei das aber nicht möglich, da sonst der Markt verzerrt würde, schreibt die IEA. Dennoch müsse für ausreichend Einnahmen gesorgt werden, um die Straßeninfrastruktur zu erhalten. Immerhin könne man einrechnen, dass die stärkere Nutzung von E-Autos zu weniger Luftverschmutzung und damit zu geringeren Kosten für das Gesundheitssystem führen sollte.

2020 haben nach IEA-Berechnung E-Autos weltweit zur Einsparung von 50 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenz an Treibhausgasen geführt. Wie die Einsparung weitergeht, hängt vor allem davon ab, wie rasch die Stromerzeugung dekarbonisiert werden kann, wie rasch also erneuerbare Quellen an die Stelle von Kohle, Öl und Gas treten. Sinkt die Kohlenstoff-Intensität der Stromproduktion bis 2030 um 20 Prozent, wie die IEA in ihrem Durchschnittsszenario annimmt, dann würden E-Autos im Vergleich zu konventionellen Verbrennungsmotoren ein Drittel der Treibhausgase einsparen.

In einem nachhaltigeren Szenario geht die IEA davon aus, dass die Kohlenstoff-Intensität der Stromproduktion um 55 Prozent zurückgeht - in diesem Fall würden E-Autos im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren sogar zwei Drittel der Treibhausgase einsparen.

"Von null Emissionen ist bei E-Autos keine Rede"

Von null Emissionen ist aber bei E-Autos keine Rede. Die von der IEA erwartete Elektroauto-Flotte dürfte 2030 im Standardszenario 230 Millionen Tonnen CO2 (Äquivalent) ausstoßen. Das wären aber immerhin 120 Millionen Tonnen CO2 weniger als gleich viele Autos mit Verbrenner-Motoren.

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Danke für Ihr Verständnis.

wischi_waschi
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Atomkraftwerke

Wann werden die ersten Atomkraftwerke gebaut.....
Ohne diesen Apparat werden wir nicht auskommen.....
Wen Elektroautos , dann schon richtig...........
Ich , werde mir nie ein Elektrofahrzeug kaufen, eben genau aus diesem Grund.....

ronin1234
1
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Reaktion

Dann führen wir eine KFZ.Stromsteuer ein.

Mezgolits
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... auf den geringeren Energieverbrauch beim Betrieb der Elektrofahrzeuge, ...

Vielen Dank - zum Vergleich: Ein D-Auto mit 4 Türen und 5 Sitzplätze, verbrennt zum
Beispiel: 5 Liter Diesel pro 100 Kilometer. 5 Kilogramm Kohle, im Kohlestromwerk ver-
brannt, bringen etwa 50 kWh thermisch abzüglich die Energieumwandlungsverluste
für: Dampferzeugung + Dampfturbine + Generator + Transformator + Ferntransport +
Umwandlung auf 20 kV + Umwandlung auf 230/380 V + Umformung für Akku + chem.
Speicherung + Umwandlung in Strom + Umwandlung für E-Motor + Umwandlung in
mechanische Energie = mindestens 12 Energieumwandlungen + Stromtransport =
50 kWh x etwa 0,2 = etwa 10 kWh elektrisch für über 100 Kilometer für ein E-KFZ
mit ebenfalls 4 Türen und 5 Sitzplätze???

melahide
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Komisch

Strom für E-Autos wird immer von Kohlekraftwerken produziert. Während der (weitaus mehr) benötigte Strom für Wasserstoff oder E-Fuels immer aus erneuerbaren Energiequellen kommt ...

mcmcdonald
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Wenn schon der gesamte Energieverbrauch...

...und der Stromtransport in den E-Auto-Verbrauch eingerechnet werden, dann bitte auch den Aufwand für Förderung, Transport und Raffination nicht vergessen, der notwendig ist, um das Erdöl bis in den Autotank zu bringen.... das wird bei solchen Berechnungen nämlich allzu gerne vergessen.

umo10
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Was macht dass schon aus?

Bei den massiven steuereinbrüchen durch corona! Das wird noch Jahre nur eine untergeordnete Rolle spielen

rebuh
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Keine Sorge

Die Einführung von Maut für jeden gefahrenen km ist nur eine Frage von wenigen Jahren!

Vem03
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Wird

Eben der Strom teurer

Patriot
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Is mir egal! I hob a PV-Anlage am Dach

und mit dem Strom von der lod' i mei E-Auto!

GustavoGans
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Macht euch keine Sorgen

um die Steuereinnahmen.
Sobald Elektroautos für die Masse erschwinglich werden, wird es auf die Elektroautos bzw. dem Strom dementsprechende Steuern geben.

Hapi67
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Das Eintreiben der

benötigten Steuermittel bzw. der Zweckmäßigkeit der eingehobenen Steuern wird seit jeher von Regierenden sehr flexibel jongliert, da muss sich die IEA null Sorgen machen.

Nette Presseaussendung für nichts.

Vielen Dank

huckg
4
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Warum lautet die Überschrift nicht: "Steuerzahler ersparen sich Milliarden!"

Sie Kleine Zeitung könnte auch positiv über die Energiewende berichten und nicht den Mainstream "Uns wird was weggenommen!" bedienen. Medien sollten Verantwortung übernehmen und nicht nur mit billigen Schlagzeilen Klicks suchen.
Wenn, wie der Bericht sagt, vor allem die Steuern auf nicht verbrauchte Energie für Staaten ein Einnahmenproblem darstellt, bedeutet das aber, dass man sich viel Geld im Import von Erdöl erspart und Abhängigkeiten reduziert. Und für die Bürger eine mehrfache Ersparnis, auch durch den Mindervebrauch an Energie durch effizientere Antriebe.
Aber anscheinend sind solche, positiven Schlagzeilen nicht "verkaufbar". Die Umweltkosten werden ja im Bericht überhaupt nicht erwähnt.

mcmcdonald
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Genau!

Ölkrise hamma dann nimma.

kleze8402
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Gibt es auch Studien, die das Nichtstun in Sachen Umweltschutz bewerten? Darüber, wieviele Milliarden an Ausgaben von den Staaten aufzubringen wären?
Die Einseitigkeit der Betrachtung der Probleme dieser Welt ist kaum noch zu ertragen.

melahide
13
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OH MEIN GOTT

Man verliert Steuern durch den Umstieg auf E-Autos?? Großer Gott!! Blast die Energiewende ab!!!! Der arme Staat.