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Mehr KreditvorsorgenRBI verbuchte 2020 um ein Drittel weniger Gewinn

Unterm Strich blieben der Raiffeisen Bank International (RBI) im Coronajahr 804 Millionen Euro übrig, das sind um 34,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

PK RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG (RBI): AUSSENANSICHT
PK RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG (RBI): AUSSENANSICHT © (c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
 

Im Coronajahr 2020 hat die Raiffeisen Bank International (RBI) rund ein Drittel weniger Gewinn gemacht. Unterm Strich blieben 804 Millionen Euro übrig, das sind um 34,5 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte die Bank am Freitag mit. Im Zuge der Krise legte die RBI deutlich mehr Geld für faule Kredite zurück. Bis Ende des Jahres lagen die Kreditvorsorgen bei 630 Millionen Euro, nach 234 Millionen Euro im Vorjahr.

Operativ waren die Ergebnisse ebenfalls rückläufig. Belastet hatten Zinssenkungen, Lockdown-Maßnahmen und Abwertungen in den meisten Währungen in Zentral- und Osteuropa (CEE), heißt es in der Aussendung der RBI.

Der Zinsüberschuss ging um 5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück und der Provisionsüberschuss fiel um 3,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 5,1 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

Einen Ausblick auf das laufende Jahr gab die Bank bei Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen noch nicht. Die endgültigen, geprüften Zahlen werden am 17. März bekannt gegeben.

Die RBI hat weiterhin die Absicht, eine Dividende an ihre Aktionäre auszuschütten. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen der EZB will der Vorstand bei der Hauptversammlung am 22. April eine Dividende von 0,48 Euro je Aktie vorschlagen. Sobald die Empfehlung der EZB aufgehoben sei, soll eine zusätzliche Dividendenausschüttung erwogen werden.

Kommentare (2)
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Hanna33
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...Bilanzansatz der Beteiligung in den RLB´s

....da bin ich aber mal sehr gespannt wie die RLB`s ihren Beteiligungsansatz in ihren Bilanz an die Verlustsituation (schlechte Gewinnsituation) anpassen und noch interessanter sind dann noch die Wald und Wiesen RAIBA´s (betreffend deren Beteiligungsansatz an den RLB´s)

lebaer
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Denen geht's eh nicht schlecht....

...haben diverse Top-Jahre hinter sich, 2019 erst waren richtig gut. 2020 haben's was nur geht staatlich besicherte Kredite rausgehauen, siehe Bilanzwachstum fast aller Banken, aber schon mal massig Kreditrisikovorsorgen getätigt. Spannend wird's erst heuer und nächstes Jahr, welche Firmen wirklich krachen.

Sorgen würde ich mir eher um so schwindelige Banken wie die Anadi oder diverse kleine Institute machen, die auf Grund der fehlenden Größe die letzten Jahre schon keine Ergebnisse zusammengebracht haben.

Am Privatbanken-Markt wird's sowieso in ein paar Jahren nur mehr eine handvoll Institute geben, weil dort der Margen-Druck irrsinnig ist.