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Neue EU-Vorgaben in KraftAb sofort gelten schärfere Regeln bei Autozulassungen

Ab 1. September gelten in der EU strengere Regeln für die Zulassung von Neuwagen und die Kontrolle bereits zugelassener Fahrzeuge.

© (c) APA/AFP/DPA/PATRICK PLEUL (PATRICK PLEUL)
 

Die EU-Verordnung wurde zwar bereits 2017 beschlossen, doch am Dienstag tritt sie nun endgültig in Kraft: Ab 1. September gelten in der EU strengere Regeln für die Zulassung von Neuwagen und die Kontrolle bereits zugelassener Fahrzeuge. Als Reaktion auf den Dieselskandal werde die EU-Kommission "in der Lage sein, Fahrzeuge zu kontrollieren, EU-weite Rückrufe auszulösen und Geldstrafen von bis zu 30.000 Euro pro Fahrzeug zu verhängen", erklärte Industriekommissar Thierry Breton am Montag.

Die Ende 2017 beschlossene Verordnung sieht unter anderem eine schärfere Aufsicht Brüssels für die nationalen Zulassungsbehörden der EU-Länder vor. Außerdem werden die nationalen Behörden verpflichtet, bei einer Mindestanzahl bereits zugelassener Autos stichprobenartig Abgas- und Sicherheitstests durchzuführen.

EU-Behörde will auch selbst prüfen

Die Regelung ist die Brüsseler Antwort auf den Dieselskandal. Die Affäre war 2015 ins Rollen gekommen, als der deutsche Autobauer Volkswagen nach US-Ermittlungen einräumen musste, in Millionen von Fahrzeugen eine Schummelsoftware eingebaut zu haben. Diese sorgte dafür, dass der Schadstoffausstoß bei Tests durch die Behörden niedriger ausfiel als später auf der Straße. Auch andere Autobauer wurden später mit solchen Vorwürfen konfrontiert.

Abgesehen von den strengeren Vorgaben für die nationalen Behörden will die EU-Kommission nun auch selbst kontrollieren. Zuständig dafür ist die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS), die in ausgewählten Fällen - etwa "aufgrund von Verdachtsmomenten oder einschlägigen Verstößen" - Abgase und Fahrzeugsicherheit prüfen soll.

Kosten müssen rückwirkend erstattet werden

Sanktionen kann die EU-Kommission gegen Hersteller und Zulassungsstellen verhängen, wenn diese tricksen oder nicht streng genug kontrollieren. Auch Rückrufaktionen können künftig aus Brüssel initiiert werden. Bisher konnten lediglich die nationalen Behörden, die den Fahrzeugtypen genehmigt hatten, derartige Maßnahmen ergreifen.

Dem Verbraucher würden in diesen Fällen keine Kosten entstehen, versichert die Kommission. Auch wenn ein Besitzer ein zurückgerufenes Fahrzeug bereits auf eigene Kosten hat reparieren lassen, müssen ihm die Kosten gemäß des neuen Regelwerks rückwirkend erstattet werden.

Kommentare (6)

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scionescio
2
5
Lesenswert?

Und wer kontrolliert den Schadstoffausstoß bei der Erzeugung und der Entsorgung der Akkupacks für die eAutos?

Da haben die Lobbyisten es sogar geschafft, dass diese umweltschädliche Technologie sogar noch mit Steuermilliarden gefördert wird - und sich die Energieversorger in Zukunft eine goldene Nase verdienen werden, wenn die BEV-Fahrer erst abhängig von den Ladestellen sind und jede Strompreiserhöhung schlucken müssen.

haumioh
6
8
Lesenswert?

das nächste Gesetz

Mundschutz für Dieselfahrer

struge1
20
93
Lesenswert?

Die Autofahrer sind

und bleiben die Melkkuh der Nation!!!

checker43
15
18
Lesenswert?

Inwiefern

werden Sie gemolken durch die neue Regelung?

erstdenkendannsprechen
30
16
Lesenswert?

und trotzdem

sind rund 7 mio kfz für den verkehr zugelassen in österreich.
auch wenn viele (wie auch ich) auf das auto angewiesen sind: es ist schon ein luxus auch. und wer, wenn nicht die autofahrer, sollen für die auto-infrastruktur aufkommen?
und hier geht es ja nicht wirklich um ein thema, bei dem jeder x-beliebige autofahrer zur kasse gebeten werden soll

erstdenkendannsprechen
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und trotzdem

sind rund 7 mio kfz für den verkehr zugelassen in österreich.
auch wenn viele (wie auch ich) auf das auto angewiesen sind: es ist schon ein luxus auch. und wer, wenn nicht die autofahrer, sollen für die auto-infrastruktur aufkommen?
und hier geht es ja nicht wirklich um ein thema, bei dem jeder x-beliebige autofahrer zur kasse gebeten werden soll