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4,8 Millionen neue StellenUS-Jobmarkt zieht wieder an, aber noch keine Entwarnung

Job-Aufbau fiel im Juni überaus kräftig aus. Deutliche Zugewinne an den internationalen Aktienmärkten. Experten sehen aber noch keinen Grund für eine Entwarnung.

James Denaro, Mario Picone
James Denaro, Mario Picone © (c) AP (Richard Drew)
 

Der US-Arbeitsmarkt hat im Juni große Fortschritte auf dem Weg zur Erholung von der Coronakrise gemacht, was am Aktienmarkt von Anlegern belohnt wurde. So wurden insgesamt 4,8 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 3,0 Millionen gerechnet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel zudem auf 11,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei über 13 Prozent gelegen hatte. Doch Experten sehen mit Blick auf die Lage am Arbeitsmarkt noch keinen Grund zur Entwarnung, zumal die Zahl der Arbeitslosenerstanträge zuletzt höher lag als gedacht.

Insgesamt stellten vorige Woche 1,43 Millionen US-Amerikaner einen Antrag auf staatliche Unterstützung, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 1,36 Millionen gerechnet, nach 1,48 Millionen in der Woche zuvor.

Die Coronapandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Bürger verloren im April ihren Job, bevor im Mai eine Trendumkehr einsetzte und rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden. "Nach den kräftigen Beschäftigungsanstiegen im Mai und Juni dürften weitere Verbesserungen eher langsam erfolgen", meint Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Erschwerend hinzu kommt, dass die Corona-Infektionszahlen in den USA weiter im Rekordtempo zulegen. 

Rückenwind an den Aktienmärkten

"Nachdem die Corona-Beschränkungen gelockert wurden und sich Stimmungsindikatoren zuletzt aufgehellt haben, kann auch der Arbeitsmarkt überzeugen", schrieb Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Skeptische Stimmen bezogen sich jedoch indes auf die wöchentlichen Erstanträge, die deutlich höher ausgefallen waren, als Experten erwartet hatten. Sie könnten einen Vorgeschmack auf die wieder steigenden Infektionszahlen liefern.

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag nach diesen guten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt mit starken Gewinnen geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 legte um 2,84 Prozent auf 3.320,09 Punkte zu. Der DAX in Frankfurt stieg ebenfalls um 2,84 Prozent auf 12.608,46 Zähler. Der FT-SE-100 der Börse London gewann 1,34 Prozent auf 6.240,36 Punkte.

Gestützt auf diese Arbeitsmarktzahlen ging auch in Wien ein sehr starker Handelstag zu Ende. Der ATX beendete den Handelstag mit einem Aufschlag von 1,52 Prozent bei 2.288,33 Punkten. 

 

 

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