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Entlastungen in der Coronakrise Weihnachts- und Urlaubsgeld wird in voller Höhe ausgezahlt

Weitere Maßnahmen der Regierung zur Entlastung nach der Coronakrise: Der Eingangssteuer-Tarif für die Lohn- und Einkommenssteuer wird rückwirkend mit Jänner von 25 auf 20 Prozent gesenkt, Weihnachts- und Urlaubsgeld wird in voller Höhe ausgezahlt.

Finanzminister Blümel verkündete nach dem Ministerrat weitere Entlastungen in der Coronakrise © BUNDESKANZLERAMT/REGINA AIGNER
 

Die Regierung hat am Dienstag ihr zur Bewältigung der Coronakrise gedachtes "Konjunkturstärkungsgesetz" auf den Weg gebracht. Der Eingangssteuersatz sinkt für alle Lohn- und Einkommensteuerzahler von 25 auf 20 Prozent. Geringverdiener erhalten eine höhere Negativsteuer.

Mit einer Reparatur sollen Verluste beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld vermieden werden, die ansonsten Arbeitnehmern in Kurzarbeit gedroht hätten. Es wird in voller Höhe ausgezahlt. Und der Spitzensteuersatz von 55 Prozent ab einer Million Euro Jahresbrutto wird bis 2025 verlängert.

Im letzten Moment zurückgenommen

Im letzten Moment zurückgenommen wurde eine potenziell verfassungswidrige Besserstellung der Finanz bei Firmenpleiten. Eigentlich wollte das Finanzministerium festlegen, dass einmal bezahlte Steuern und Abgaben im Fall einer Firmenpleite nicht mehr von den anderen Gläubigern zurückgefordert werden können. Sowohl der Kreditschutzverband von 1870 als auch der Oberste Gerichtshof hatten in der kurzen Begutachtung aber heftig dagegen protestiert. Und zwar deshalb, weil mit der Privilegierung der Finanz die Gleichbehandlung aller Gläubiger unterlaufen worden wäre. Laut Finanzministerium wurde die potenziell verfassungswidrige Passage in der Regierungsvorlage "ersatzlos gestrichen".

Neu hinzugekommen ist eine staatliche Garantie für Kreditversicherer. Diese hatten zuletzt - unterstützt von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer - massiv auf Staatshilfen gedrängt. Wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nach dem Ministerrat sagte, will der Staat nun 85 Prozent der Haftung für Exportkredite von bis zu einer Mrd. Euro übernehmen. Im Gegenzug soll er 45 Prozent der Prämien erhalten.

Steuerstundungen bis 2021 verlängert

Bis 2021 verlängert werden mit dem "Konjunkturstärkungsgesetz 2020" auch die ursprünglich bis Herbst befristeten Steuerstundungen. Hier geht es laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) um 6,5 Milliarden Euro, die nun erst 2021 an den Fiskus fließen müssen.

Weiters geplante - und so weit bekannte - Maßnahmen: Unternehmen können ihre Corona-Verluste von den Gewinnen der Jahre 2018 und 2019 abziehen und somit weniger Steuer zahlen ("Verlustrücktrag"). Wer investiert, kann seine Steuerleistung weiter reduzieren, indem Abschreibungen ab 1. Juli erhöht werden ("degressive Abschreibung").

Für die Dienstag im Nationalrat anstehende Senkung der Mehrwertsteuer ausgewählter Branchen rechnet Blümel mit einer Genehmigung durch die EU-Kommission, wie er sagte.

Kommentare (14)

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Civium
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Danke lieber

Weihnachtsmann!!!

Pelikan22
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An den Weihnachtsmann muss man glauben ...

weil das Christkind ist schon längst überfordert!

alsoalso
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Schwummlig

Wenn man das alles liest, wird einem richtig schwummlig. Steuersätze werden gesenkt - anderen wird die Steuer gestundet - woher kommt auf einmal das viele, viele Geld? Die Gelddruckmaschine läuft - die Kreditwürdigkeit des Staates sinkt - die Zinsen für die Staatsschulden werden steigen - da wird man dann bei Sozialleistungen/Förderungen/Pensionen radikal gekürzt werden. Die Wirtschaftskammer hat hat heute 2Tage nach der Gemeinderatswahl auf den schlechten Zustand hingewiesen - da heißt es bald: Bitte warm anziehen

DukeNude
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und was heißt das?

in voller Höhe ausbezahlt?

UHBP
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@duke...

Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist eigentlich ein Jahressechstel deines Gehaltes. Wenn du jetzt aber z.B. ein halbes Jahr nur 80 Prozent verdienst, stünde dir auch nur entsprechend weniger Urlaubs und Weihnachtsgeld zu.

harri156
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Weil man derzeit

beim Urlaubs-Weihnachtsgeld nach Abzug des Freibetrages von ca. 550.- für den Rest 6 Prozent Lohnsteuer zahlt.

kropfrob
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Das heißt, dass ...

... erstens der Betrag so berechnet und zweitens der Steuersatz so angewendet werden muss, als ob Sie nicht in Kurzarbeit gewesen wären - eben in voller Höhe.

vbac
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Der Situation geschuldet !

Unabhängig von Gedächtnislücken im Zusammenhang mit dem Ibiza-Ausschuss (ist kein Angeklagter !!), hat der Finanzminister in vielen essentiellen Punkten den wirtschaftlich schwer getroffenen der Corona-Krise ob AG oder AN nun mit den beschlossenen Eckpfeilern unterstützend unter die Arme gegriffen. Wer die entstehenden Mehrkosten dafür in Zukunft begleichen wird, steht noch in den Sternen. Positiv ist allerdings eindeutig festzustellen das er im Gegensatz zur Verteidigungsministerin eine klare und nachvollziehbare Linie verfolgt.
Unter dem Motto: wer schnell unterstützt, unterstützt doppelt.

SoundofThunder
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Schnell und unbürokratisch schaut anders aus.

😏

justinjohnson
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Hoffentlich

vergisst er's nicht!

schetzgo
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Der kann leicht was behaupten..

...morgen weiß er es wahrscheinlich nicht mehr 🤮

wischi_waschi
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Blüml

Witzfigur

Pelikan22
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Zur Strafe, kriegst koa Schmerzensgeld!

Und wenn du di no so ärgerst!

SoundofThunder
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😏

Dem Blümel mit seinen Gedächtnislücken sollte man nicht zu sehr vertrauen. Der weiß nicht mal ob er einen Laptop hat bzw. wieviele Nullen auf der Regierungsbank sitzen - Sorry ! Wieviele Nullen 137.000.000.000 Milliarden haben.