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US-Sorte WTIErdölpreis an New Yorker Börse stürzt erstmals ins Negative

WTI-Futures-Kontrakt unter Null Dollar - Hintergrund ist neben Coronavirus-Pandemie Ende von Verkaufsfrist am Dienstag.

© (c) heinrichsteffen - stock.adobe.com
 

Wegen der Corona-Krise ist der Preis für US-Rohöl auf einen historischen Tiefstand gefallen. Der Preis für einen Kontrakt, der eine physische Öllieferung im Mai vorsieht, notierte erstmals seit Aufnahme des Future-Handels im Jahr 1983 im negativen Bereich - zuletzt bei minus 18,20 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das bedeutet, dass Käufer bei Abnahme Geld erhalten.

Einerseits zeigt dies, wie stark Angebot und Nachfrage derzeit am Ölmarkt auseinanderfallen. Andererseits handelt es sich um ein sehr spezielles Phänomen, bedingt durch den an diesem Dienstag verfallenden Mai-Terminkontrakt auf US-Öl. Bei solchen Verträgen verpflichtet sich der Verkäufer, eine festgelegte Menge einer Ware - in diesem Fall Öl - zu einem festen Preis und Termin zu liefern.

Aufgrund einer giftigen Mischung aus einer stark fallenden Nachfrage und einem viel zu hohen Angebot drohen in vielen Ländern die Lagerkapazitäten überschritten zu werden. Ölinvestoren wollen in jedem Fall vermeiden, auf fehlenden Lagerplatz zu stoßen.

Der nachfolgende Terminkontrakt auf amerikanisches Leichtöl (WTI) kostete am Montagabend wesentlich mehr als der Mai-Kontrakt. Ein Barrel texanisches Leichtöl (WTI) zur Lieferung im Juni notierte am Abend bei 22,30 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete je Barrel 26,50 Dollar. Beide Preise lagen allerdings auch klar in der Verlustzone.

Besonders schwache Nachfrage

Aufgrund der wesentlich höheren Preise für künftige Öllieferungen, nicht nur bei US-Öl, sprachen einige Marktteilnehmer von einem "Super-Contango". Eine solche Marktsituation ist gekennzeichnet durch steigende Ölpreise, je weiter ihre physische Auslieferung in der Zukunft liegt. Dies kann ein Zeichen für eine aktuell besonders schwache Nachfrage oder ein besonders hohes Angebot sein. Gegenwärtig trifft beides zu.

Die grundlegende Lage am Erdölmarkt ist gekennzeichnet durch ein viel zu hohes Angebot bei stark fallender Nachfrage. Die Corona-Krise sorgt für einen globalen Konjunktureinbruch, was eine rückläufige Öl-, Benzin- und Dieselnachfrage zur Folge hat. Zwar haben große Erdölproduzenten wie Russland und Saudi-Arabien unlängst deutliche Förderkürzungen angekündigt. Experten zweifeln jedoch, ob die Reduzierungen ausreichen, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.

Übervolle Erdöllager

Insbesondere in den USA drohen die Erdöllager, aus allen Nähten zu platzen. Seit Ende Februar sind die Lagerbestände im wichtigen Auslieferungsort Cushing um fast 50 Prozent gestiegen. Infolgedessen fallen in der ölreichen Region Texas die gezahlten Abnahmepreise immer weiter. Mittlerweile geht sogar die Furcht um, dass vereinzelt bald negative Preise bei Rohölabnahme fällig werden, falls die Lagerkapazitäten noch weiter schrumpfen.

Die Coronavirus-Pandemie hat zu einer wegbrechenden Nachfrage nach Erdöl und damit zu einem Überangebot an dem Rohstoff geführt. Hinzu kam ein Preiskampf zwischen den Förderländern Russland und Saudi-Arabien.

Zwar einigten sich die wichtigsten Förderländer kürzlich auf eine Senkung der Produktion, um den Preis wieder nach oben zu bringen. Sie vereinbarten, im Mai und Juni fast zehn Millionen Barrel Öl weniger täglich zu produzieren. Die Maßnahme blieb aber wirkungslos. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte der Ölpreis einen Höhepunkt von 114 Dollar pro Barrel erreicht.

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Danke für Ihr Verständnis.

Helmut67
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Weg vom öl

Erneuerbare Energie gehört die Zukunft jetzt isr der richtige Zeitpunkt.

joe1406
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Das bedeutet, dass Käufer bei Abnahme Geld erhalten.

Okay - noch Fragen ob dieses System der Finanzlobby nicht pervers ist?

Ragnar Lodbrok
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...🤔

müssen uns jetzt die Tankstellen etwas zahlen wenn wir volltanken? Und bekommen wir dafür vom Finanzamt eine Negativsteuer gutgeschrieben? 🙈 (Ironie of...)

karlrt2
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der Staat nimmt gerne

das heißt nix anderes, als dass Sie ihre Tankkapazität verkaufen, wegschütten is ja bei Öl nicht sooo umweltfreundlich. Da bekommens keine Negativsteuer, sondern müssten zahlen. ;-)

CloneOne
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Als Autofahrer und Pendler

merkt man davon nichts....achja, die Differenz behaltet sich Väterchen Staat zurück

freeemotion
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How time flies

Und 45 Minuten später - Der WTI fiel heute mittlerweile um 96,69% auf 0,60 USD ;)

freeemotion
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Vollständigkeitshalber

Zum Zeitpunkt als ich das kommentiert habe, war noch ein anderer Artikel online. Der jetzige wurde komplett überarbeitet.