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"Gegen Heimlichtuerei"AK für volle Lohntransparenz in Betrieben

Mitarbeiter sollen im Unternehmen Einblick bekommen, wer wie viel im Unternehmen verdient.

Geldscheine
© APA/zb/Monika Skolimowska
 

Die EU-Kommission hat anlässlich des bevorstehenden Frauentags eine "Gender Equality Strategie" vorgestellt, inklusive Maßnahmen zur Einkommenstransparenz. AK-Präsidentin Renate Anderl forderte für Österreich volle Lohntransparenz in den Betrieben: "Die Heimlichtuerei beim Einkommen verhindert, dass Frauen wirksam gleichen Lohn für gleiche Arbeit einfordern können, wenn notwendig auch vor Gericht."

Konkreter Fahrplan gefordert

"Gleichberechtigung heißt, dass Frauen ein eigenständiges Leben führen können. Gleichberechtigung beginnt daher beim Geld. Ich fordere von der Bundesregierung einen konkreten Fahrplan: Ich will, dass es den Equal Pay Day im Jahr 2030 nicht mehr gibt", verlangte Anderl.

Die EU-Kommission hat angekündigt noch in diesem Jahr eine Richtlinie zur Einkommenstransparenz mit rechtlich bindenden Maßnahmen vorzulegen. Bislang gibt es auf EU-Ebene lediglich unverbindliche Empfehlungen dazu. Eine erste Feedbackrunde ist bereits abgeschlossen, die Bundesarbeitskammer hat sich daran beteiligt. Jetzt legt die EU-Kommission einen konkreten Plan vor.

Einblick, wer wie viel bekommt

Mit den Einkommensberichten in großen und mittleren Unternehmen ist in Österreich zwar bereits ein Instrument zu mehr Lohntransparenz vorhanden, doch es seien dringend weitere Maßnahmen notwendig, um Fairness bei Löhnen und Gehältern herzustellen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen innerhalb des Unternehmens Einblick bekommen, wer wie viel verdient.

Darüber hinaus fordert Anderl zum Schließen der Einkommensschere einen massiven Ausbau der Kinderbetreuung. "Beruf und Familie müssen für sowohl für Frauen als auch für Männer besser vereinbar werden, damit Frauen nicht in Teilzeit gezwungen werden. Dazu braucht es ein Prozent der Wirtschaftsleistung für Kinderbetreuung und eine Arbeitszeitverkürzung."

Österreich hinkt hinterher

Die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren nicht verbessert, im Gegenteil. Im "Women in Work"-Ranking der Wirtschaftsberatung PwC belegte Österreich 2018 unter 33 OECD-Ländern Platz 25. Im Jahr 2016 war Österreich noch auf Rang 23, im Jahr 2000 sogar auf Platz 13. Angeführt wird das Ranking von Island, Schweden und Slowenien.

Im langjährigen Vergleich (seit 2000) verzeichneten Österreich und Frankreich den deutlichsten Abstieg im Ranking. Luxemburg und Polen machten die größten Fortschritte.

Kommentare (26)

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tenke
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Ob es wirklich so motovierend ist,

wenn man sieht, wie viel (mehr) andere verdienen??

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Stefan123
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Statistiken

Ich finde diese Diskussionen so wertvoll wie einen Kropf.
Es werden Einkommensunterschiede ohne Rücksicht auf Tätigkeit, Stundenausmaß, Region usw. verglichen.
Genauso wie die Pensionen von Frauen und Männern verglichen wird.
Eine Versicherungsleistung besteht eben aus der Länge der Versicherungszeit und der eingezahlten Beiträge!
In unserem Unternehmen verdienen Männer und Frauen exakt das gleiche für die gleiche Tätigkeit.

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robert123456789
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Eine gute Idee!

Ich schlage vor, dass Herr Pesserl mit gutem Beispiel vorangeht und alle Einkünfte, Nebeneinkünfte, Dienstwagen, Essen,... öffentlich macht.

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smithers
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beeindruckend gute idee.

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smithers
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klingt wie eine forderung von den grünen.

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Nixalsverdruss
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Was in Schweden schon ewig funktioniert ..

... kann ich Österreich leider nur schwer funktionieren!
Die hiesige Neidgenossenschaft ist leider ein Hemmschuh!
Ich kann es mir nicht vorstellen - wenn es alle machen, sollte es mir aber auch egal sein ...

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grandmcmaster
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Datenschutz?

Finde ich interessant. Einerseits wird die DSGVO eingeführt und dann sollten doch wichtige Informationen gegenüber Dritten freigeben?
Bei solchen Ideen kann man sich nur mehr auf den Kopf greifen.

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erstdenkendannsprechen
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da geht es darum, wie viel wer in welchem posten verdient.

bei den öffentlich bediensteten können sie jede gehaltstabelle einsehen. wo liegt das problem dabei?

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grandmcmaster
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Unverständlich

Dann ist der Artikel unverständlich - es steht ausdrücklich: wer wie viel und nicht wie viel welcher Posten.
Normalerweise kann dies werden jetzt schon gesehen werden - im Kollektivvertrag sind entsprechend der Zugehörigkeitsgruppe die Entgelte geregelt.
Desweiteren ist dies Augenauswischerei - in kleinen Betrieben gibt es ist keine "Posten" mit mehreren Belegungen.
Im allgemeinen sollte es diese Diskussion nicht geben - ein Betrieb der Frauen weniger zahlt als Männern ist sowieso hinterfragenswert.

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Henry44
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Mit so einer Regelung könnten Betriebsräte keine Freude haben,

siehe z.B. die AUA.

Interessant wären auch die Bezüge in den Arbeiterkammern. Ich hatte einen Studienkollegen, der erst in der Privatwirtschaft war und dann in die AK wechselte, wo er weit mehr verdiente und eine Pensionszusage hatte. Nie mehr würde er in die Privatwirtschaft gehen, sagte er, denn auch die Arbeitsbelastung sei weit geringer.

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karlmayerkainach
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Volle Transparenz!

Volle Transparenz bei den Bezügen, Sonderregelungen und Begünstigungen in der AK, auch von den Präsidenten!

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Liverpudlian88
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Hmm...

Da würden sich die, die wenig verdienen und viel leisten noch mehr über die ärgern, die wenig leisten und viel verdienen... 🤦🏻‍♂️

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brosinor
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NeidNeidNeidNeidNeid-Debatte.

Damit das Klima in der Gesellschaft noch unerträglicher wird, hurrrrrraaaaa

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erstdenkendannsprechen
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wieso neid? das ist transparenz

es geht auch nicht um die einzelperson, sondern um die stelle, den posten, den sie bekleidet.

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ARadkohl
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Ja genau so ist es.

Soll doch die liebe Frau Vorsitzende auch alle ihre Einkünfte, Nebeneinkünfte, Spesen, Diäten, Zulagen, Sonderzulagen usw. hier preisgeben. Die haben alle ein geschmalzenes Gehalt aus unseren Kammerzwangsbeiträgen. Wir verdienen ein Bagatell gegen die und sollen es verordnet bekommen es offen zu legen. Österreich verblödet immer mehr.

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SoundofThunder
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Viel Erfolg dabei.

Die Idee ist uralt. Wird alle Jahre wieder aus der Schublade geholt.Der Bürokratieaufwand ist enorm und bringt nicht viel.

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d04489cb1cdb9e954873cff5a34a77ee
24
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es ist doch eh bekannt,

daß diejenigen, die ihren Chefs in den Allerwertesten kriechen - mehr verdienen als ihre Kollegen.

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ARadkohl
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So einen Blödsinn

Habe ich hier noch nie gelesen.

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FALDU
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Gehts noch...

was sollen wir noch alles preisgeben?
Es gibt für fast jede Branche einen Kollektivvertrag.
Danach werden Arbeitnehmer aufgrund ihrer Ausbildung, Vordienstzeiten in die jeweiligen Gehaltsschemen und Gehaltsstufen eingestuft.
Man sollte aber auch einmal offen darüber reden warum Frauen noch immer weniger Lohn als Männer bekommen!

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GustavoGans
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Richtig, es gibt in vielen Branchen einen Kollektivvertrag

Das heißt aber noch lange nicht, dass jeder nach Kollektivvertrag bezahlt bekommt.
Wenn solch eine Regelung kommt, dann sollte sie aber anonym sein.
Allerdings muss man sagen, dass mittlerweile viele Firmen nur mehr Kollektiv zahlen. Früher war der Verdienst in vielen Branchen weit über Kollektiv.

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Balrog206
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Gustavo

Bin ich nicht so deiner Meinung, bei uns ist es schon so das du die wenigen Guten Fachkräfte schon bei Laune halten musst !! Zur Zeit können sie sich die Firmen aussuchen !

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Balrog206
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Also

Bei bekommt egal ob Mann oder Frau mit gleicher Ausbildung ( Lehre ) den gleichen Lohn ! Das Theater
Ist doch nur weil viele Frauen ( auch meist gewünscht ) nur Teilzeit arbeiten , und bei solchen Berechnungen alle in einen Topf geworfen werden und dann wird dividiert !

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Guccighost
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dann sollen als erste die oberen in der AK

ihre Gagen und Nebenverdienste offen legen

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ARadkohl
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Bingo

Bingo 😁🤣

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UHBP
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@gucci

Es geht um eine Offenlegung im jeweiligen Unternehmen oder arbeitest du in der AK?

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Windstille
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Warum nicht?

Die AK könnte ihre Forderung ja dadurch unterstreichen, dass sie ihre Gehälter offen legt. Was spricht dagegen? Sorry, die Frage war natürlich ironisch gemeint, da würden sich wahrscheinlich wahre Abgründe auftun, was so manche bei diesem Verein verdienen ...

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