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Verluste an der Wall StreetProteste in Hongkong setzen auch den Börsen zu

Auch die Wall Street in New York ist mit satten Verlusten in die neue Woche gestartet. Die sich zuspitzenden Protestwelle in Honkong sorgt für Verunsicherung.

© AP/Richard Drew
 

Die Wall Street hat am Montag mit satten Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel um 391,00 Punkte oder 1,49 Prozent auf 25.896,44 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 35,96 Punkte oder 1,23 Prozent auf 2.882,69 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor 95,73 Einheiten oder 1,20 Prozent auf 7.863,41 Zähler.

Die Wall Street hat angesichts der sich zuspitzenden Protestwelle in Hongkong an ihre Verluste vom vergangenen Freitag angeknüpft. In Anbetracht der Unruhen in Hongkong gerieten am Wochenende auch die beiden größten Volkswirtschaften der Erde, die USA und China, aneinander. Eine US-Diplomatin hatte sich mit einigen regierungskritischen Separatisten in Hongkong getroffen, wogegen Peking förmlich Protest einlegte. Das chinesische Außenministerium forderte die USA auf, den Zweck des Treffens zu erläutern und "sofort aufzuhören, sich in Hongkong-Angelegenheiten einzumischen". Schon seit über einem Jahr befinden sich die beiden Konfliktparteien in einem schwelenden Handelskonflikt.

Demonstranten legen Flughafen lahm: Proteste in Hongkong

Tausende regierungskritische Demonstranten haben am Montag den Hongkonger Flughafen lahmgelegt.

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Mehr als 5000 Menschen protestierten dort nach Behördenangaben gegen Polizeigewalt. Die Flughafenverwaltung strich für den Rest des Tages sämtliche Flüge.

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Die chinesische Regierung verurteilte indes gewaltsame Ausschreitungen bei den Protesten in der Sonderverwaltungszone als "Terrorismus".

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Durch die Proteste werde der Flugverkehr "ernsthaft gestört", begründete die Verwaltung das Streichen aller Flüge. Der Hongkonger Flughafen zählt zu den wichtigsten Drehkreuzen der Welt.

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Die Verwaltung rief Passagiere und Besucher auf, den Flughafen zu meiden. Zuvor waren bereits drei Tage lang Sitzblockaden abgehalten worden, bei denen Demonstranten den Fluggästen die Beweggründe für die Proteste erläuterten.

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Aktivisten hielten Schilder mit der Aufschrift "Hongkong ist nicht sicher" und "Schande über die Polizei" in die Höhe. Sie werfen den Sicherheitskräften vor, zunehmend gewaltsam und mit unverhältnismäßigen Methoden gegen Demonstranten vorzugehen.

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Passagiere reagierten teils verärgert auf die Protestaktion, weil sie ihre Flüge nicht antreten konnten. Andere zeigten Unterstützung für die Demonstranten.

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Die AUA-Mutter Lufthansa und ihre Tochter Swiss strichen wegen der Proteste mehrere Flüge in die Millionenmetropole. Betroffen sind Verbindungen aus München, Frankfurt und Zürich. Die AUA selbst hat ihre Hongkong-Flüge schon im vergangenen Oktober eingestellt.

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Trotz anhaltender Proteste gegen die Regierung streben die Hongkonger Behörden eine baldige Wiederaufnahme des Flugverkehrs an. Man arbeite daran, dass ab Dienstag um 06.00 Uhr (Ortszeit, 0.00 Uhr MESZ) Flüge wieder stattfinden könnten, teilte die Airport-Aufsicht am Montag mit.

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Die Demonstrationen am Airport sind Teil einer größeren Protestbewegung, die in den vergangenen Wochen immer wieder Teile der Millionenmetropole lahmgelegt hat.

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Zuletzt kam es dabei auch vermehrt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei.

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In der chinesischen Regierung werden inzwischen Vergleiche zum Terrorismus gezogen. Das schürt Sorgen, dass die Sicherheitskräfte demnächst härter durchgreifen könnten.

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Die Proteste hatten sich an Plänen der Regierung für ein Gesetz zur Auslieferung von Beschuldigten an China entzündet.

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Regierungschefin Carrie Lam hat den Entwurf zwar für tot erklärt, allerdings weiten sich die Proteste seit Mitte Juni stetig aus. Mittlerweile fordern die Demonstranten den Rücktritt Lams, der sie zu große Nähe zur Führung in Peking vorwerfen.

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Der früheren britischen Kronkolonie Hongkong wurden nach der Übergabe an China 1997 besondere Rechte wie das der freien Meinungsäußerung eingeräumt. Diese Rechte sehen die Regierungskritiker nun gefährdet.

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Auf der Unternehmensseite wurde die Agenda zu Wochenbeginn nicht mehr so stark von der Berichtssaison geprägt wie zuletzt. Im Zuge der globalen Verunsicherung der Anleger kamen - wie zuvor schon in Europa - vor allem die Papiere aus dem Bankensektor unter Druck. Goldman Sachs und JPMorgan fielen im Dow um 2,6 bzw. 1,8 Prozent. Bank of America und Citigroup fielen am breiten Markt sogar noch deutlicher um 2,4 bzw. 2,7 Prozent.

Unter den Tech-Werten an der Nasdaq waren die Aktien des Pharmakonzerns Amgen mit einem Anstieg um 4,9 Prozent ein Lichtblick. Als Stütze wurde hier darauf verwiesen, dass sich ein US-Gericht in einem Patentstreit gegen ein Nachahmermedikament Novartis -Tochter Sandoz entschieden hatte - und damit für das Referenzmedikament Enbrel (Etanercept) von Amgen.

Fahrdienstvermittler unter Druck

Weiter sehr trübe zu ging es bei den Fahrdienstvermittlern Uber und Lyft, deren Papiere mit Abschlägen von 7,6 bzw. 5,0 Prozent an ihren Kursrutsch vom vergangenen Freitag anknüpften. Die Stimmung bleibt im Keller, nachdem Uber die Anleger vor dem Wochenende mit einem hohen Quartalsverlust in Schrecken versetzt hatte.

Auch Europas Leitbörsen schließen mit Verlusten

Auch die europäischen Leitbörsen sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Somit reagierten auch die Anleger in Europa mit Verunsicherung auf die anhaltenden Proteste in Hongkong Der Euro-Stoxx-50 verlor 7,19 Einheiten oder 0,22 Prozent auf 3.326,55 Zähler.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die italienische Regierungskrise für Verluste an den europäischen Märkten gesorgt. Nachdem dort die Koalition vor dem Ende steht, könnten drohende Neuwahlen die Anleger weiter verunsichern.

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