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Beate Uhse Erotik-Händlerin erneut insolvent

Die Restunternehmen des einstigen Erotik-Konzerns Beate Uhse haben erneut Insolvenz angemeldet. 70 Arbeitnehmer sind betroffen.

Mit dem Siegeszug des Internets konnte die Erotik-Händlerin nicht mehr an die Erfolge der 1960er und 1970er Jahre anschließen © AP
 

Die Restunternehmen des einstigen Erotik-Konzerns Beate Uhse haben erneut Insolvenz angemeldet. Die Muttergesellschaft be you GmbH sowie die drei Tochterunternehmen Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Versa Distanzhandel und Beate Uhse Fun Center haben den Insolvenzantrag am vergangenen Mittwoch beim Amtsgericht Flensburg gestellt, sagte ein Sprecher des Gerichts.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Zum Insolvenzverwalter sei der Anwalt Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White&Case bestellt worden, der bereits das erste Insolvenzverfahren von Beate Uhse gemanagt hat.

Umsatz und Gewinn über Jahre rückläufig

Beate Uhse hatte über viele Jahre Umsatz und Gewinn eingebüßt und war im vergangenen Jahr aus der Insolvenz heraus an einen Fonds des niederländischen Investors Robus Capital Management verkauft worden. Der Personalbestand wurde im Laufe des vorigen Insolvenzverfahrens von 500 auf 150 abgebaut, die "Wirtschaftswoche" nennt nun 70 betroffene Arbeitnehmer. Aktuelle Bilanzen oder Angaben zu Umsätzen des Unternehmens liegen nicht vor.

Beate Uhse war nach dem Krieg von der gleichnamigen Unternehmerin in Flensburg gegründet worden und ging 1999 an die Börse. Das Unternehmen konnte nach dem Siegeszug des Internets nicht mehr an die Erfolge der 60er und 70er-Jahre anschließen und verlor immer mehr Kunden und Marktanteile. Mehrere Anläufe zur Revitalisierung der Marke scheiterten. Der Wert des Unternehmens liegt heute im wesentlichen im Markennamen, der immer noch über eine hohe Bekanntheit in der Bevölkerung verfügt.

Kommentare (1)

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pinsel1954
1
18
Lesenswert?

Beate Uhse stammte aus einer Arztfamilie......

.....und war im 2. Weltkrieg Kampfpilotin. Ihr Mann war ebenfalls Pilot und starb bei einem Flugeinsatz.
Nach dem Krieg wollte sie Frauen helfen die Angst vor einer Schwangerschaft hatten, aber kein Wissen über Verhütung hatten. Da sie aus einer Arztfamilie kam, hatte sie gutes Wissen darüber.
Sie schrieb in einfachen, verständlichen Worten Lektüre über Verhütung und verkaufte diese über den Postweg.
Sie lebte damals in Miete in einem Pfarrerhaus und begann diesen "Versandhandel" von diesem Pfarrhaus aus.
Das war der Beginn dieses späteren Riesenkonzern mit Sexartikel. Selbst führte diese interessante Frau niemals ein
ausschweifendes Leben.
Dieses und vieles mehr kann man aus ihrer Biographie lesen.

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