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KAB und FunderMaxWie aus Altholz Spanplatten werden

Eine Gesetzesnovelle sorgt für umweltbewusste Trennung und Wiederverwertung von Altholz-Abfällen.

Heinrich Meran von FunderMax, Petra Wieser Alexander Klepp und Gerald Sertschnigg freuen sich über die umweltfreundliche Kooperation © KK/ NikolausNeureiter
 

Täglich rollen mehrere Lastwagen auf das Gelände der Firma FunderMax in St. Veit. Beladen sind sie mit Holzabfällen. Und genau dieses Altholz wird verwendet, um neue Spanplatten herzustellen. Die Lkw kommen von der KAB, der Kärntner Abfallbewirtschaftung GmbH, die eine Kooperation mit verschiedenen Spanplatten-Herstellern hat.

Anlage für Recyclingholz geht in Betrieb

FunderMax alleine verbraucht 40 Prozent des Recyclingholzes. Nach einem Reinigungsprozess werden die Altholzfasern zusammen mit Sägerestholz und Industrieholz gepresst und zu Spanplatten verarbeitet.
Derzeit gibt es in Österreich aber zu wenig Recyclingholz, um den Bedarf der Industrie zu decken. Deshalb sind nur 30 Prozent der Holzfasern in einer Spanplatte aus recyceltem Altholz. Das will FunderMax ändern. 24 Millionen Euro werden gerade in eine Anlage für Recyclingholz investiert, die im September in Betrieb gehen wird. Diese Anlage soll, durch das Wiederverwerten von eigenem Altholz dazu beitragen die Anzahl der Altholzfasern innerhalb einer Spanplatte auf 70 Prozent zu erhöhen. Auch bei der berühmten Biofaser-Platte ist eine Produktion mit recyceltem Altholz in Planung.

Schlüsselrohstoff der Spanplatten-Industrie

Neuerungen gibt es in dem Zusammenhang auch bei der KAB, dem Lieferanten des Recyclingholzes. Seit Jahresbeginn gilt in Österreich eine Novelle, die den Umgang mit Altholzabfällen umweltbewusster und effektiver gestalten soll. Ihr zufolge müssen diese in thermische und stoffliche Abfälle getrennt werden. "Für uns war es keine große Umstellung, weil wir diese Art der Trennung schon seit einigen Jahren umsetzen. Aber wir bemerken eine große Verbesserung bei den Abfallsammelzentren: Es ist viel weniger Altholz im Sperrmüll", sagt Gerald Sertschnigg, Prokurist für nicht gefährliche Abfälle bei der KAB. Das thermische Altholz wird für die Energiegewinnung genutzt, das stoffliche wird auf dem 85.000 Quadratmeter großen Gelände der KAB zerkleinert und zu den Spanplatten-Herstellern transportiert. FunderMax-Einkaufsleiter Alexander Klepp: "Recyclingholz ist schon jetzt ein Schlüsselrohstoff für die Spanplatten-Industrie."

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