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Coface Kreditversicherer stuft Bewertung von Österreich nach unten

Wegen der engen Verflechtung mit der schwächelnden deutschen Wirtschaft hat der Kreditversicherer Coface Österreichs Bewertung von A1 auf A2 abgestuft.

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Der Kreditversicherer Coface hat seine Risikobewertung für Österreich von A1 auf A2 abgestuft. Grund sei die enge Verflechtung mit der Wirtschaft in Deutschland, für das Coface seine Bewertung ebenfalls auf A2 gesenkt habe, teilte das Unternehmen am Montag mit. Diese werde sich heuer wesentlich weniger dynamisch entwickeln als im vergangenen Jahr.

So rechnet Coface für 2019 nur noch mit einem deutschen Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, nach einem Wachstum von 1,5 Prozent im Jahr davor. "Motor der Abschwächung ist die deutsche Automobilindustrie", sagte Coface-Deutschland-Ökonomin Christiane von Berg laut Aussendung. Dort sei die Produktion im Frühling 2019 im Vergleich zu 2017 deutlich gesunken. Darüber hinaus hätten die deutschen Autohersteller ihre Investitionen in die Produktion 2018 im Vergleich zu 2017 insgesamt reduziert. Investitionen in E-Mobilität seien jedoch verdoppelt worden.

Industrielle Produktion schwächt sich ab

Eng mit der Automobilbranche ist die Metallindustrie verbunden. Daher sieht der Kreditversicherer für beide Branchen nun ein "hohes Risiko". Auf "mittleres Risiko" wurden zudem die Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Pharma abgestuft, wie Coface Deutschland bekanntgab.

Da Österreich stark mit der deutschen Wirtschaft verflochten sei, sei das Land anfällig für die schwächere Konjunktur in Deutschland, begründete Coface die Abstufung für Österreich. Zudem schwäche sich die Dynamik in der industriellen Produktion ab, was sich in einem schwächeren Einkaufsmanagerindex niederschlage. Laut dem Ende Juni veröffentlichten Einkaufsmanagerindex der Bank Austria sank der Indikator im vergangenen Monat auf 47,5 Punkte, den schlechtesten Wert seit viereinhalb Jahren.

Coface bewertet laut eigenen Angaben nicht wie andere Ratingagenturen die Staatsbonität, sondern trifft eine Aussage über das Risiko für Unternehmen, bei Geschäften mit Abnehmern in einem Land Forderungsverluste zu erleiden. Die Bewertung erfolgt in den Stufen A1 bis A4, B, C, D, und E, die Branchenrisiken werden in den Kategorien "sehr hoch", "hoch", "mittel" und "gering" eingeteilt.

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