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InternetbetrugGut jeder fünfte Österreicher ging schon in die Falle

Falsche Zahlungsaufforderungen und Abos sowie Schadsoftware täuschen Konsumenten. Identitätsschwindel und Zahlungsunfähigkeit bereiten Anbietern Probleme.

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© APA/AFP/NICOLAS ASFOURI
 

22 Prozent von 1000 Online-Einkäufern, die zu Internetbetrug befragt wurden, sind beim Shoppen im Netz schon in die Falle getappt. Die Top drei der Betrugsarten seien gefälschte Zahlungsaufforderungen, Schadsoftware und Abo-Fallen, hieß es vom Verein Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen, der die Umfrage in Auftrag gegeben hat. Auch 229 Online-Anbieter nahmen teil.

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Die Konsumenten berichteten weiters über Ärger mit vermeintlichen Gratis-Angeboten und nicht gelieferten Bestellungen. Laut der Informationsplattform Watchlist Internet sind Abo-Fallen ein häufiger Beschwerdegrund: Verbraucher erhalten als kostenlose angepriesene Angebote, für die nach einiger Zeit überraschend eine Rechnung eintrudelt.

Opfer von Bestellbetrug

Mehr als ein Viertel der befragten Online-Anbieter (26,6 Prozent) wiederum wurde bereits Opfer eines Bestellbetrugs. Fast jedes zweite Unternehmen gab an, dass die Fälle zuletzt gestiegen sind. Zu den häufigsten Betrugsarten zählen hier die Angabe falscher Namens- oder Adressdaten und Identitätsmissbrauch. Nicht selten sind auch Zahlungsunfähigkeit von Kunden, das Abstreiten des Warenerhalts und die Angabe falscher Zahlungsdaten.

Internetbetrug erkennen

Auf der Website www.watchlist-internet.at finden Konsumenten aktuelle Online-Fallen und Tipps, wie man solche erkennt.

Um sich zu schützen, ergreifen 83 Prozent der befragten Online-Anbieter Maßnahmen: Sie bieten nur sichere Zahlungsarten an oder prüfen verdächtige Bestellungen manuell. Auch Bonitätsanalysen und Sperrlisten betrügerischer Kunden werden eingesetzt.

Viele passen besser auf

Auch die Online-Shopper passen mittlerweile besser auf: Wenn Angebote unseriös wirken, kaufen 61 Prozent dort nicht ein, jeder Zweite recherchiert zuvor über den Anbieter und sucht nach Kundenbewertungen. Rund ein Drittel verifiziert außerdem das Impressum, und ein Viertel überprüft, ob ein Gütezeichen vorhanden ist.

"Betrügerische Aktivitäten gibt es online wie offline. Uns geht es nicht darum, Panik vor Online-Handel zu machen, sondern das Bewusstsein hierfür zu schärfen", sagte Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce Gütezeichens und Projektleiter der Watchlist Internet. "Die Betrugsmaschen werden immer ausgereifter und können für Konsumenten wie für Unternehmer teils einen erheblichen finanziellen Schaden bedeuten." Wer weiß, worauf er achten muss, habe beim Einkauf im Internet nichts zu befürchten.

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