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Neue EU-RegelnHaushaltsgeräte müssen sparsamer und langlebiger werden

Neue Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränke müssen voraussichtlich ab 2021 energiesparender werden.

© Fotolia/M. Schuppich - stock.adobe.com
 

Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten haben sich auf neue Effizienzregeln und eine neue Kennzeichnung für Haushaltsgeräte geeinigt, wie die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze am Freitag mitteilte.

Erstmals gebe es auch Vorgaben, um Geräte langlebiger und besser reparierbar zu machen. "Die neuen Regeln sind konkrete Maßnahmen gegen die Wegwerf-Gesellschaft", meinte Schulze.

Reform der Öko-Design-Richtlinie

Es geht um eine Reform der sogenannten Öko-Design-Richtlinie für zehn Produktgruppen, darunter auch Fernseher, Displays und Leuchten. Besonders viel Energie lässt sich nach Schulzes Darstellung bei der Beleuchtung sparen. Die neuen Vorgaben würden dazu führen, dass Halogenlampen stufenweise durch wesentlich effizientere LED-Lampen ersetzt werden, erklärte die SPD-Politikerin.

Die Reform wurde über Wochen in einer Expertengruppe erarbeitet, wie die EU-Kommission bestätigte. Bevor das neue Regelwerk in Kraft treten kann, haben der Rat der Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament aber noch ein Einspruchsrecht. Geht alles glatt, gelten die neue Vorgaben ab 1. März 2021. Die EU-Kommission erhofft sich riesige Energieersparnis: 2030 soll sie der Energiemenge entsprechen, die heute Irland verbraucht.

"Bessere Unterscheidung" von Energiefressern

"Verbraucherinnen und Verbraucher können künftig effiziente Geräte besser von Energiefressern unterscheiden", erklärte Umweltministerin Schulze. Das sei auch gut die deutsche Industrie, die Vorreiter der Branche sei. Die SPD-Ministerin lobte auch die geplanten Anreize zur Reparatur und verwies auf eine Pflicht, Ersatzteile anzubieten. Das wiederum nütze Reparaturbetrieben.

Kommentare (4)

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paulrandig
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Blackbox-Problem

Ein Problem ist die Nichtzerlegbarkeit von Geräten.
Gehäuse sind oft nicht zu öffnen, was einen winzigen Eingriff unmöglich macht.
Beispiel: Ein halbes Streichholz ist in einen Lüftungsschlitz eines Gerätes gerutscht. Nett wäre: Aufschrauben, Fremdkörper rausholen, zuschrauben. Die Realität ist: Eine Anfrage beim Kundenservice, wie das Gerät zu öffnen ist, und die Antwort, dass es einzuschicken sei. Über die Kosten reden wir gar nicht...
Ich sehe ein, dass das alles nur zu unserem Schutz dient, denn die Konzerne können ja nicht garantieren, dass wir die Reperatur nicht unter der Dusche bei eingestecktem und laufendem Gerät durchführen. In diesem Fall braucht es Rechtssicherheit, damit sich Hersteller immer auf das SSKM-Prinzip berufen können.

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2franky2
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Wasser sparer

Keine Ahnung wie bei den Miele Geräten im höheren Preissegment ist.......
Einmal abgesehen dass sich nicht jeder eine teure Anschaffung leisten kann......
Beim mittleren und günstigen Preissegment ist es dank sparsam sparsam sparsam soweit, dass die Wäsche nicht mehr richtig sauber wird, was zur Folge hat, das die Waschmaschine nur bis zur Hälfte gefüllt wird.
Wo ist da bitte schön die Energieersparnis

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tomtitan
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3
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Sehr richtig, das gleiche bei den Staubsaugern

deren Motoren jetzt weniger Leistung haben sollen. Dass man damit länger Saugen muss um auf das gleiche Ergebnis zu kommen und damit wieder gleich viel Strom verbraucht ist eigentlich logisch - nur auf diese Idee kommen die brüsseler Bürokraten ja nicht...

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Rudi Mikosch
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Energiefresser

Die Frage wäre, warum jetzt erst diese Regelung.
Es ist halt alles Mist auf der Welt.
Endlich was gscheit`s ,wenn die Industrie mitmacht.
Die Arbeitslosenentwicklung würde auch zurück gehen
durch Lehrlinge(Azubis) und Fachkräfte zwecks
reparierfähigkeit !

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