Das bringt die CESFernseher zum Ausrollen und Assistenten im Alarmzustand

Von 5G, Bixby und stagnierende Smartphone-Verkäufen: Die gigantischen Messe CES läutet heute das neue Tech-Jahr ein.

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CES 2019
CES 2019 © APA/AFP/Robyn Beck
 

Irgendwann wurde den Organisatoren der Name „Consumer Electronics Show“ unangenehm. Deswegen verwenden sie nun nur mehr das kryptische Kürzel „CES“, wenn sie von jener gigantischen Technologiemesse in Las Vegas erzählen, die heute startet und Jahresbeginn für Jahresbeginn als einer der wichtigsten Technologie-Taktgeber fungiert.

Inhaltlich ist die Abkehr vom Ausschildern der „Consumer Electronics“ nachvollziehbar. Die einst voll auf Unterhaltungselektronik ausgerichtete Veranstaltung wird mittlerweile von der Autoindustrie überstrahlt. Gleichzeitig rücken heuer Produkte des vernetzten Haushalts und dadurch Technologien wie der Übertragungsstandard 5G noch stärker in den Fokus. Google etwa pflastert in Las Vegas zurzeit die Außenflächen der bekannten Einschienenbahn mit prominentest platzierter Werbung für den hauseigenen Wohnzimmer-Beistand „Home“ zu.

Consumer Electronics Show: Impressionen von der CES

Der Konsumhunger der Verbraucher nach neuer Technik ist ungebrochen: Wie groß der Stellenwert der Branche inzwischen ist, zeigen die Zahlen für 2018: Erstmals gaben Verbraucher weltweit mehr als eine Billion Euro für Smartphones, Unterhaltungselektronik und Co. aus.

(c) AP (John Locher)

Heuer dürften allein die Konsumenten in den USA hochauflösende Fernseher, intelligente Lautsprecher und andere Technikprodukte im Wert von 398 Mrd. Dollar (349 Mrd. Euro) kaufen, prognostizierte die Consumer Technology Association (CTA) zu der am Dienstag beginnenden Fachmesse CES.

(c) AP (Ross D. Franklin)

Zur CES vom 8. bis zum 11. Jänner werden rund 182.000 Fachbesucher erwartet. Zentrale Felder dürften dabei neben dem Bereich künstliche Intelligenz und der immer stärkeren individuellen Personalisierung von elektronischen Produkten auch die Vernetzung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Bemühungen um besseren Datenschutz sein.

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Als größte Umsatztreiber erwiesen sich im vergangenen Jahr die Bereiche Telekommunikation, Haushaltskleingeräte und Unterhaltungselektronik.

(c) APA/AFP/DAVID MCNEW (DAVID MCNEW)
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Samsung wiederum ließ schon im Vorfeld wissen, bis 2020 satte 22 Milliarden US-Dollar (19,2 Milliarden Euro) in Forschung rund um „Bixby“ zu investieren. Also jenen von den Südkoreanern entwickelten Assistenten, der seit zu langer Zeit in den Kinderschuhen steckt.

Zwischen Nützlichkeit und Machbarkeit

Präsentiert und diskutiert werden in der Tech-Welt heuer freilich auch wieder zahlreiche Dinge, die sich auf der Skala zwischen Nützlichkeit und Machbarkeit eher bei Letzterem anschmiegen. Auf der CES zeigt Ioniq etwa Sonnencreme, die sich von selbst gleichmäßig am Körper verteilt und Samsung einen MicroLED-Fernseher mit 219 Zoll (5,5 Meter) großem Bildschirm. LG versucht sich an einem aufrollbaren Fernseher, die beiden chinesischen Hersteller Pimax und Pico an neuen Virtual-Reality-Brillen. Apple, dogmatischer Fernbleiber der Messe, lässt es sich zumindest nicht nehmen, in Las Vegas mit einem riesigen Datenschutz-Werbebanner („Was auf deinem iPhone passiert, bleibt auf deinem iPhone“) die Konkurrenz zu ärgern. Gleichzeitig zeugt die angriffige Werbestrategie von zunehmender Verstimmung am stagnierenden Smartphonemarkt. Auch deswegen blickt die Tech-Welt heuer besonders gespannt nach Barcelona, wo schon Ende Februar im Rahmen des „Mobile World Congress“ die entscheidensten Mobilfunk-Produkte des Jahres vorgestellt werden.

Die CES

Zur CES vom 8. bis zum 11. Jänner werden rund 182.000 Fachbesucher erwartet.

Zentrale Felder dürften dabei neben dem Bereich künstliche Intelligenz und der immer stärkeren individuellen Personalisierung von elektronischen Produkten auch die Vernetzung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G und Bemühungen um besseren Datenschutz sein.

Rund um den Globus ist das Geschäft mit technischen Konsumgütern inzwischen ein bedeutender Faktor. Wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK am Montag mitteilte, betrug der weltweite Markt 2018 dafür insgesamt 1,01 Billionen Euro. Für das neue Jahr werde eine weitere Umsatzsteigerung von zwei Prozent auf rund 1,03 Billionen Euro erwartet, erklärten die Marktforscher.

Als größte Umsatztreiber erwiesen sich im vergangenen Jahr die Bereiche Telekommunikation, Haushaltskleingeräte und Unterhaltungselektronik.

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