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Mögliche SicherheitsmängelFinanz-Start-up N26 im Visier der Behörden

Das von Österreichern gegründete Start-up N26 verwendet offenbar ein Identifizierungs-Verfahren das in Deutschland nicht zulässig ist.

N26 wird von der BaFin geprüft
N26 wird von der BaFin geprüft © N26
 

Mögliche Sicherheitsmängel bei der Identifizierung von Neukunden bei der von den Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründeten Online-Bank N26 haben die deutsche Finanzaufsicht BaFin auf den Plan gerufen. "Wir haben Erkenntnisse, dass das Foto-Ident-Verfahren angewandt wird, dem gehen wir nach", sagte am Freitag ein Sprecher der Aufsicht.

"Dieses Verfahren entspricht nicht den hiesigen Ansprüchen an die Identifizierung von Neukunden."

Die "Wirtschaftswoche" (Freitag) berichtet von Tests, bei denen es gelungen sei, mit gefälschten Ausweisen ein Konto bei N26 zu eröffnen. Wichtige Sicherheitsmerkmale eines Ausweises können beim Foto-Ident-Verfahren nicht überprüft werden. Darum müssen Bankkunden in Deutschland bei der Kontoeröffnung ihren Personalausweis entweder am Bank- oder Postschalter vorzeigen oder ihn in einem Videochat in die Kamera halten. Dies soll verhindern, dass Kriminelle Konten auf falschen Namen eröffnen und diese zur Geldwäsche missbrauchen.

Hoher Stellenwert

"Sicherheit hat für N26 höchste Priorität, deshalb legen wir größten Wert auf sichere Identifizierungsverfahren bei der Kundenanmeldung", erklärte eine Sprecherin der Direktbank mit Sitz in Berlin. Beim Foto-Ident-Verfahren gebe es nach bisherigen Erkenntnissen keine erhöhte Zahl an Betrugsfällen. "Nach der Identitätsprüfung führen wir fortlaufendes Transaktionsmonitoring sowie zahlreiche weitere Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch." N26 hat nach Angaben der Sprecherin derzeit 1,5 Millionen Kunden in 18 europäischen Ländern.

 

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