GästeplusKärntner Tourismus punktet mit Berg und Rad

Der neue Tourismusreferent Ulrich Zafoschnig (ÖVP) will in saisonverlängernde Maßnahmen und Digitalisierung investieren. 43 Prozent der Gäste kommen wegen dem Wanderangebot nach Kärnten.

Der Slow Trail durch das Bleistätter Moor entlang des Ossiacher Sees ist bei den Gästen beliebt © KK
 

Für 43 Prozent der Gäste, die sich für einen Urlaub in Kärnten entscheiden, ist das Wanderangebot ausschlaggebend, für weitere 23 Prozent Angebote ums Radfahren. Weshalb der neue Tourismusreferent Ulrich Zafoschnig (ÖVP) gestern bei einem Gespräch zum Thema Sommertourismus von einem "Radwege-Masterplan und dem Schließen von Lücken gesprochen hat".

Zielgerichtete Investitionen in saisonverlängernde Infrastruktur und in Digitalisierungsmaßnahmen seien entscheidend, so Zafoschnig. Das Budget des Tourismusreferates für "diese Zukunftsausgaben", beziffert er mit fünf Millionen Euro. Den kommenden Sommer sieht Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse in Hinblick auf das hohe Niveau von 2017 - 6,5 Prozent mehr Ankünfte und 3,8 Prozent mehr Nächtigungen - als eine "Herausforderung". Die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni werde dazu beitragen, dass viele eher zu Hause bleiben.

Christian Kresse und Ulrich Zafoschnig wollen im Tourismus "weiter auf Erfolgskurs" bleiben Foto © LPD

Große Hoffnungen setzt Kresse auf den Markt Italien. In Kooperation mit der Österreich Werbung läuft aktuell eine große Italien-Marktoffensive. Onlinekampagnen und Kärnten Spots im Kino sollen die Gästezahlen aus dem südlichen Nachbarland vor allem im Juni – Italien ist nicht bei der Fußball-WM – steigern.

Für den Kärntner Tourismus interessante Märkte sind neben Deutschland und den Niederlanden auch Tschechien, Ungarn und Polen. Bei den tschechischen Gästen sei besonders die Kombination aus Berg und See beliebt. Ein Plus von 26 Prozent verbucht auch das Buchungscenter für den Alpe-Adria-Trail. Touristikerin Maria-Theresia Wilhelm setzt auf die Slow Trails, die in die Kärntner Seenlandschaft eingebunden sind. Sechs gibt es mittlerweile in Kärnten, vom Millstätter See bis zum Klopeiner See.

Für Edith Sabath-Kerschbaumer von Urlaub am Bauernhof gilt es vor allem, die Online-Buchbarkeit zu forcieren, damit die Betriebe diese Chancen nutzen können. Und Kärnten Card-Geschäftsführer Anton Fasching sieht einen erheblichen Mehrwert für Urlauber, die jetzt die Möglichkeit haben, die Kärnten Card-Wochenkarte schon zu Hause online auszudrucken.

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