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Hirter Bier Warum die Bierbrauer auch mit Wein wachsen

Zur Hirter Brauerei gehört seit März die Weinagentur Jordan. 2017 haben 154.000 Hektoliter Bier das Unternehmen verlassen. 30.000 Flaschen werden pro Stunde abgefüllt.

Neue Partnerschaft: Günther Jordan, Klaus Möller und  Nikolaus Riegler
Neue Partnerschaft: Günther Jordan, Klaus Möller und Nikolaus Riegler © KLZ/Weichselbraun
 

Bis zu 30.000 Flaschen Bier werden pro Stunde in der Hirter Brauerei abgefüllt. 240 Liter fließen zusätzlich in Fässer. An Tagen mit Hochbetrieb werden im Sommer zwischen 55 und 70 Lkw be- und entladen, erzählt Braumeister Raimund Linzer.

Insgesamt haben 2017 rund 154.000 Hektoliter Bier die Kärntner Mittelstands-Brauerei verlassen, 32,2 Millionen Euro wurden umgesetzt, erklären die beiden Geschäftsführer und Gesellschafter Klaus Möller und Nikolaus Riegler.

Bis zu 30.000 Flaschen pro Stunde werden in der Hirter Brauerei abgefüllt Foto © KLZ/Weichselbraun

Und seit März bringen die "Bierführer" nicht nur Hopfen und Malz zu den Kunden, sondern auch Wein. Die Hirter Brauerei hat nämlich die ehemals in Klagenfurt angesiedelte Weinagentur Jordan erworben und profitiert auch künftig von dem Wissen und den Kundenkontakten von Petra und Günther Jordan.

"Wir wollten uns weiterentwickeln. Von dieser regionalen Partnerschaft profitieren beide Seiten und auch die Kunden, die künftig einen Ansprechpartner haben", sagt Günter Jordan. Bis 2020 soll mit den Weinen ein Umsatz von 1,5 Millionen Euro erzielt werden. 70 Weingüter sind bei der Weinagentur Jordan unter Vertrag.

Zurück zum Bier: 15 verschiedene Biersorten werden in Hirt gebraut, drei davon sind saisonale Biere. Die neueste Kreation des Braumeisters ist das "Kellermeister", ein naturtrübes Biobier. "Wir haben schon im ersten Quartal 650 Hektoliter verkauft. Das ist ein Spitzenwert", freut sich Riegler. Und eine Innovation gibt es in Hirt auch in Sachen Verpackung: Weil kleinere Einheiten bei den Kunden im Trend liegen, werden fünf der Hirter-Biersorten in Packungen zu je zwölf Stück ausgeliefert.

Braumeister Raimund Linzer durfte sich heuer schon über vier Goldmedaillen freuen Foto © KLZ/Weichselbraun

Die Biere des Familienunternehmens, in dem 140 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurden in den vergangenen Jahren auch mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Alleine in diesem Jahr durfte sich Braumeister Linzer schon über vier Goldmedaillen freuen. Und den Marketingbeauftragten der Brauerei, Mario Donner, beschäftigen vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Enkeltauglichkeit. "Beständigkeit, Regionalität, Echtheit, Natürlichkeit und Qualität sind uns wichtig", sagt Riegler. Die Hirter Brauerei, so Möller, lasse sich deshalb auch immer wieder von außen prüfen. Sie ist unter anderem "Slow Brewing" zertifiziert, das heißt, man lässt dem Bier Zeit zum Reifen, und hat auch das Ethik-Gütesiegel.

Hirter Bier

Export. Der Exportanteil liegt mittlerweile bei 19 Prozent. Hirter Bier wird unter anderem in Italien, Slowenien, China, Singapur und in den USA getrunken.
Investitionen. 6 Millionen Euro wurden seit 2015 investiert.

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